Die Kreisschule Entfelden muss kurzfristig ein Schulraumproblem beheben. An der Kreisschulratssitzung vom Mittwochabend wurde bekannt, dass die Kindergartenstufe aus allen Nähten platzt.

Bei einer Belegung von 19,5 Kindern im Schnitt bewegt man sich generell an der Teilungsgrenze. Besonders gravierend ist nun aber, wie Schulpflegepräsident Cyrill Grüter, darlegte, dass der Kindergarten Brunnmatt in Oberentfelden zuletzt einen enormen Zuwachs erfuhr. Innert sechs Monaten, so Grüter, seien zwölf Kinder neu dazugekommen.

Kreisschulratssitzung am 2. Juli

Logisch erschiene, im Raum Brunnmatt eine 14. Kindergartenabteilung zu schaffen. Erschwert wird die nach Grüters Worten jedoch dadurch, dass ein Ausbau des Standorts Brunnmatt aus Hochwasserschutzgründen nicht möglich ist. Infrage kommen könnte dagegen, wie es hiess, ein An- be- iehungsweise Ausbau beim bestehenden Pavillon Matte – oder aber ein zusätzlicher Pavillon auf dem Schulareal Erlenweg. Dieser zusätzliche Schulraum könnte ab Herbst 2019 zur Verfügung stehen. Das Schuljahr beginnt aber schon im August. Daher, so Grüter, müsse im Schuljahr 2019/2020 «ein superprovisorischer Start» erfolgen – im Unterstufenpavillon Matte. Damit der Kreisschulrat zeitgerecht über den Standort und den erforderlichen Kredit befinden wird, wurde für Dienstag, 2. Juli eine ausserordentliche Kreisschulratssitzung anberaumt.

Hans-Peter Widmer, der zusammen mit Priska Ott-Schmidt den Gemeinderat Oberentfelden im Kreisschulrat vertritt, wollte sicher sein, dass eine Umnutzung bestehender Schulzimmer nicht genügt. Es fragte deshalb, ob es bloss ein Gerücht sei, dass im Pavillon Matte zwei Schulzimmer in Lehrerzimmer umgewandelt worden seien. Das sei nicht nur ein Gerücht, bestätigten Kreisschulratspräsident Christoph Huckele und Gesamtschulleiter Darius Scheuzger. Betroffen sei aber nur ein einziges Schulzimmer, das teilweise als Lehrerzimmer, teilweise als Lagerraum diene. Mit einer Rückverwandlung in ein Schulzimmer lasse sich das Kindergarten-Platzproblem nicht lösen. Effektiv benötigt würden nämlich drei Räume.

Priska Ott beantragte namens des Gemeinderates Oberentfelden, dass mit der Einladung zur ausserordentlichen Einwohnerratssitzung eine Auflistung der genauen Schülerzahlen und Klassengrössen verschickt werde. Das Präsidium nahm dies entgegen.

Der Kreisschulrat hat am Mittwoch die Jahresrechnung 2018 der Kreisschule Entfelden einstimmig genehmigt. Diese schloss mit einem Nettominderaufwand von 498 115 Franken. Der für die Finanzen zuständige Schulpfleger Reto Gloor wie auch Kreisschulratspräsident Christoph Huckele sprachen von einem guten Abschluss. Eine Rüge setzte es für die Schulpflege bei der Kreditabrechnung zur Sanierung der Heizung des Schulzentrums Oberentfelden vonseiten des Ratspräsidenten ab. Wegen des Mehraufwands von rund 164 000 Franken waren die Kosten auf knapp 1,157 Mio. Franken geklettert. Der seinerzeit dem Kreisschulrat zur Genehmigung vorgelegte Verpflichtungskredit belief sich auf 992 790 Franken. «Wir haben ja gesagt, der Kredit liege ‹chäibe knapp› unter einer Million», erklärte Huckele. Kreditbegehren, die 1 Mio. Franken übersteigen, müssen dem Volk vorgelegt werden.