Aarau
In die Überbauung Aarenau im Aarauer Scheibenschachen kommt Bewegung.

Zwei Baubewilligungen sind rechtskräftig, ein Kaufvertrag muss noch von der ausserordentlichen Versammlung der Ortsbürger bewilligt werden.

Hermann Rauber
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Viel neuer Wohnraum entsteht in der Siedlung Aarenau im Scheibenschachen in Aarau.

Viel neuer Wohnraum entsteht in der Siedlung Aarenau im Scheibenschachen in Aarau.

Patricia Schoch

Im Moment wird in der Aarenau einzig auf dem vordersten Feld entlang der Stockmattstrasse und gegen das Aareufer hin gebaut. Zwei weiteren Projekten verweigerte der Kanton die Zustimmung, da zuerst der Hochwasserschutz gelöst werden musste.

In die gleiche Richtung zielten Einsprachen der Axpo AG, die gegenwärtig das Kraftwerk Rüchlig in unmittelbarer Nähe erneuert. Mit dem Datum vom 18. Januar dieses Jahres sind die beiden hängigen Baubewilligungen endlich rechtskräftig. Das dürfte vor allem die Allgemeine Wohnbaugenossenschaft Abau freuen, die von der Verzögerung betroffen war.

Nach dem symbolischen Spatenstich im letzten Spätherbst steht einem Baubeginn nichts mehr im Wege.

Erteilte Kompetenz verfiel wieder

Das gilt auch für ein weiteres Feld im südlichen Bereich des Quartiers. Die Ortsbürger ermächtigten an der Sommer-Gmeind im Juni 2010 den Stadtrat, mit einem noch zu suchenden Investor einen Kaufvertrag für das Grundstück abzuschliessen. Die Behörde wurde bei der Pensionskasse des Schweizerischen Anwaltsverbandes in Bern fündig und unterzeichnete einen Vorvertrag.

Weil das entsprechende Baugesuch fast zwei Jahre blockiert war, konnte die Handänderung nicht ins Grundbuch eingetragen werden. Deshalb lief die von der Gemeindeversammlung an den Stadtrat erteilte Kompetenz für den Landhandel im Juni 2012 ungenützt ab.

Nach dem Vorliegen der Baubewilligung will der Aarauer Stadtrat keine weiteren Verzögerungen beim Baubeginn. Er hat deshalb zu einer ausserordentlichen Ortsbürger-Gmeind eingeladen, die am nächsten Mittwoch im Zwinglihaus an der Kirchbergstrasse stattfindet.

Kaufvertrag um Abnicken

Dabei geht es einzig darum, den Kaufvertrag mit der Pensionskasse des Anwaltverbandes zu einem Preis von 4,743 Millionen Franken (620 Franken pro Quadratmeter) gutzuheissen und die bereits 2010 erteilte Kompetenz für die Unterzeichnung eines Kaufvertrags durch den Stadtrat zu bestätigen.

Erneut mit dem künftigen Stadtquartier Aarenau beschäftigen wird sich die ordentliche Sommer-Gmeind der Aarauer Ortsbürger am kommenden 10. Juni im Roggenhausen.

Ortsbürger wollen selbst investieren

Nach dem Willen einer Mehrheit, die sich im letzten November an der Winter-Gmeind gegen einen Vorschlag der Behörde entschied, sollen keine weiteren Baufelder mehr verkauft, sondern höchstens noch zwei im Baurecht abgegeben werden.

Auf mindestens drei Parzellen, darunter auch jener mit dem denkmalgeschützten Schützenhaus, wollen die Ortsbürger im Sinne einer langfristigen Kapitalanlage selber in den Wohnungsbau investieren. Der Stadtrat wird deshalb der Versammlung im Sommer einen Kreditantrag für das Abgabeverfahren der restlichen Grundstücke vorlegen.

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