Aarau
In der Badi wird nicht nur gebadet, sondern auch geklettert

Die Eröffnungsfeier des Freibads Schachen zog am Samstag bei herrlichem Wetter viele Sonnenhungrige an. Schon am frühen Morgen kamen die Fans des Freibads an, um zu sehen was denn alles neu gemacht wurde.

Peter Weingartner
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Die neuen Wasserfontänen machen den Kleinsten und auch ihren Vätern Spass
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Ein Schönes Badifest in Aarau
Auch eine kleine Rutschbahn kann Spass machen
Marcel Guignard wie von Stadträtin Regina Jäggi beschenkt
Das erste Mal im neuen Chromstahlbecken

Die neuen Wasserfontänen machen den Kleinsten und auch ihren Vätern Spass

Peter Weingartner

«Die Badi ist zum richtigen Zeitpunkt fertig geworden; heute wird der Sommer eingeläutet», sagt Stadträtin Regina Jäggi an der offiziellen Wiedereröffnung des Freibades Schachen Aarau. Schon am frühmorgens tummeln sich die Unentwegten, vorwiegend älteren Jahrgangs, im nunmehr wettkampftauglichen 50-Meter-Becken.

Rüeblitorte als Belohnung

Unter der Aufsicht von «Aarau – eusi gsund Stadt» setzen die Schwimmer 50 Meter an 50 Meter aneinander, um auf die 210 Kilometer vom Ursprung der Aare in Oberwald bis nach Aarau zu kommen. Als Lohn winkt ein Stück von der 60 Meter langen Rüeblitorte, hergestellt von der Bäckerei Jaisli. Während ab und zu eine kalorienbewusste Schwimmerin absagt, möchten ein paar Halbwüchsige ein zweites Stück. «Zuerst schwimmt ihr noch einen Kilometer», sagt die «Torten-Buchhalterin» am Beckenrand.

8,6 Millionen Franken haben Sanierung und Erweiterung der bestehenden Anlage aus dem Jahre 1955 gekostet. Stadträtin Regina Jäggi wies auch auf Überraschungen hin: Die Flachdächer mussten saniert werden; auch waren die Pläne zu aktualisieren. Und welche Bäume sollten gepflanzt werden? Da waren auch ganz praktische Gesichtspunkte zu beachten: Bietet der Baum Schatten? Wann verliert er sein Laub? Der Badmeister soll ja nicht unnötig zusätzliche Arbeit bekommen.

Rutschige Attraktion

Neu endet die Rutschbahn in einem eigenen Becken. Sie ist denn auch eine Attraktion, beileibe nicht nur für Kinder. «Nochmals!», quietscht die dreijährige Nicole nachträglich noch vor Vergnügen, und Papa lässt sich erweichen: «Ein letztes Mal noch.» Auch das neue Chromstahlbecken für Kinder mit den kleinen Fontänen erfreut sich grosser Beliebtheit. Und wenn es nicht so heiss wäre, hingen wohl noch mehr Kinder in den Seilen der Klettergeräte.

Regina Jäggi schenkt Stadtammann Marcel Guignard einen roten Liegestuhl und zwei Badi T-Shirts, eines in Grösse L, das andere XL. Soll- und Ist-Grösse? Guignard nennt die Badi neben der Riviera «einen weiteren Platz für das Dolce far niente» und wirft einen Blick zurück in die Aarauer Badi Geschichte. War früher die Hygiene ein Hauptthema, so sei es heute die Umwelt. So habe man mit einer Solaranlage auf dem Dach den Energie- und Ressourcenverbrauch optimiert. Er weist auch auf die Attraktionen in und neben dem Wasser hin: «Es wird nümme nume gschwumme.» In der Tat: Die wassersportlichen Vereine der Region zeigen Sprünge, Unterwasserrugby oder eine Synchro-Show und paddeln Slalom. Auch Tauchen, Speedminton oder Zumba an Land und zu Wasser sind am Nachmittag angesagt. Mitmachen erwünscht.

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