Mietlokale

In der Aarauer Altstadt gehen Läden unter der Hand weg

Esther Suter zeigt eine Kette mit Amazonitsteinen. In dem Laden an der Rathausgasse hat sie sich nur vorübergehend eingerichtet.

Esther Suter zeigt eine Kette mit Amazonitsteinen. In dem Laden an der Rathausgasse hat sie sich nur vorübergehend eingerichtet.

In der Aarauer Altstadt ein Ladenlokal zu finden, ist nicht einfach. Diese Erfahrung macht Esther Suter vom Steinladen Terra Pierra.

Die Stein-Schmuckdesignerin und Heilsteinberaterin Esther Suter sucht seit zwei Jahren ein geeignetes Lokal, das gross genug ist, um ihren Steinschmuck zu verkaufen und Heilmassagen anzubieten. Ohne grossen Erfolg: «Die meisten Läden in der Altstadt gehen unter der Hand weg», sagt Suter, die lange Jahre das Schmuckgeschäft Bottoni am Rain führte und dann verkauft hat. «Höre ich von einem Mieterwechsel, frage ich sofort nach. Doch dann ist der Laden bereits weg.»

Das bestätigt auch Stefan Jost von der Vereinigung Zentrum Aarau. «Die Altstadt ist wegen des Kundenstroms begehrt.» In der Hinteren Vorstadt habe ein Kleinunternehmer praktisch keine Chance ein Geschäft zu mieten. Filialunternehmen würden für diese gleich eine Ablösungssumme bezahlen.

In Gassen, die abgelegen sind, ist es Jost zufolge eher möglich, ein Lokal zu zu erhalten. «Doch diese sind nicht gefragt, weil sie weniger frequentiert sind.»

Zu eng in der Milchgasse

Bis vor wenigen Wochen hatte sich Esther Suter in einem herzigen Lädeli in der Milchgasse eingemietet. «Doch dieses war so eng, dass sich zwei Kunden hineinzwängen mussten. Zudem konnte ich mein Sortiment nicht richtig präsentieren.» Deshalb kündigte sie aufs Geratewohl und hoffte, ein anderes Lokal zu finden. Sie hätte ein Geschäft an der Vorderen Vorstadt haben können, doch waren da die Platzverhältnisse auch nicht besser als an der Milchgasse.

In der Not quartierte sich Esther Suter in einem Laden an der Rathausgasse ein, in dem sie zusammen mit Marianne Bolliger temporär das Weihnachtshaus betreibt. «Ich bin bloss in den Ferien hier», sagt sie und lacht. «Mein Vertrag ist bis Ende Jahr befristet.» Bis dahin hofft sie, eine Alternative gefunden zu haben.

Am liebsten wäre die Heilsteinberaterin an zentraler Lage, nämlich mitten in der Altstadt: in der Igelweid oder in der Kronen-, Rathaus- und Pelzgasse. «Hier bewegen sich die meisten Passanten», sagt Esther Suter. Denn obwohl viele ihrer Kunden bewusst zu ihr in den Laden kommen, ist auch sie auf Laufkundschaft angewiesen.

Laden in Aussicht

Esther Suter hat die Hoffnung auf ein geeignetes Lokal noch nicht aufgegeben. Zurzeit steht sie in Verhandlung mit jemandem, der in der Vorderen Vorstadt einen Laden besitzt und dessen Mieter weggeht. «Passt das Geschäft zu mir, werde ich es auch erhalten», sagt sie.

Neben dem Verkauf von Schmuck aus Edel- und Halbedelsteinen bietet die ausgebildete Heilsteinberaterin Massagen mit Edelsteinen an. Esther Suter setzt auch auf die heilende Kraft, die in Kräutern und Bäumen schlummere, und mischt damit Räucherwaren.

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