So einfach sei es nicht gewesen, den 23 Seiten umfassenden Vorschriften des Bundesamts für Umwelt zu entsprechen, sagte Thomas Vetter, Präsident Jurapark Aargau, als er am Mittwoch bei der Bushaltestelle Dorf in Biberstein die neue Hinweistafel des Perimukwegs präsentierte. Räumliche Anordnung, Ausmasse, Höhe, Schriften – die Vorgaben zur Signaletik der Naturparks aus Bern waren umfangreich und detailliert. Dabei gibt es den Perimukweg bereits seit drei Jahren. Als der Flyer neu gedruckt werden musste, war der Zeitpunkt gekommen, die Hinweistafeln, die Fotokarte und das weitere Begleitmaterial zu überarbeiten und den Start des Weges ins Dorfzentrum zu verschieben.

Seit 2012 hat der Jurapark Aargau, einer von insgesamt 16 regionalen Naturparks in der Schweiz, das eidgenössische Gütesiegel. Um dieses Zertifikat zu erlangen, mussten, wie Thomas Vetter erläuterte, erst Angebote erarbeitet werden. Eines davon waren und sind die Perimukwege. Es gibt drei davon, einer führt zum Waldhaus Wölflinswil, auf dem zweiten gelangt man zum Cheisacher im oberen Teil des Fricktals, der dritte, eben der mit der neuen Signaletik, führt die Kinder auf der Suche nach den Freunden des Perimuk vom Dorf Biberstein über die Juraweid zum Haselbrünneli.

Am Rand des Juraparks

Der Perimuk, dieser neugierige, lustige, einem Drachen ähnliche Kerl, bildet mit seiner Form den Perimeter des Juraparks ab. Davon kommt auch der Name. Der Jurapark erstreckt sich über 245 Quadratkilometer und umfasst 28 Gemeinden mit 38 000 Einwohnern. Biberstein liegt an der Peripherie des Juraparks, gleichsam im Fuss der Drachenfigur.

«Als unsere Gemeinde ihren Beitrag an das Projekt Jurapark – ein Fünfliber pro Einwohner, jährlich rund 7000 Franken – beschloss, konnten wir uns noch nicht vorstellen, was der Park der Gemeinde bringen würde», sagte der Bibersteiner Gemeinderat Martin Hächler. Dass der Perimukweg ein Randgebiet des Juraparks berücksichtigt, freut ihn deshalb besonders.

Der Perimukweg bringe bereits heute wanderfreudiges Volk in die Gemeinde, Familien und Schulklassen, wie Projektleiterin Anna Bühler sagte. Von den Wirtsleuten auf der «Juraweid» habe man entsprechende Rückmeldungen erhalten.

Auf die nachhaltige Entwicklung strukturschwacher Regionen sind die Naturparks in der Schweiz angelegt. In Biberstein sind deshalb nebst dem Schlossladen, wo für das Picknick einkauft werden kann, auch die Restaurants eingebunden. Am Schluss der rund anderthalbstündigen Wanderung können nämlich die Kinder die an den acht Posten markierten Perimuk-Karten gegen einen Perimuk-Sirup einlösen.