Aarau
In Aarau wird aus dem Stadtammann ein Stadtpräsident

Das Aarauer Stimmbürgerschaft hat die neue Gemeindeverfassung mit grossem Mehr angenommen. Eine der Neuerungen: Marcel Guignards Nachfolgerin oder Nachfolger darf sich Stadtpräsidentin beziehungsweise Stadtpräsident bezeichnen.

Hubert Keller
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Im Aarauer Rathaus hat ab kommendem Jahr eine Stadtpräsidentin oder eine Stadtpräsident das Sagen.

Im Aarauer Rathaus hat ab kommendem Jahr eine Stadtpräsidentin oder eine Stadtpräsident das Sagen.

Walter Schwager

Die Teilrevision der Gemeindeordnung der Einwohnergemeinde Aarau ist mit deutlichem mehr angenommen worden. 4415 Ja stehen 1402 gegenüber. Die Änderung, wonach der Stadtammann zum Stadtpräsidenten wird, war vom Einwohnerrat ins neue Regelwerk eingebracht worden; der amtierende Stadtammann selber wäre weiterhin mit dem «Stadtammann» zufrieden gewesen.

Der Nein-Stimmenanteil entspricht immerhin beträchtlichen 32 Prozent. Grundsätzlich hatte nur die SVP Vorbehalte gegen die neue Stadtverfassung vorgebracht. Sie sah insbesondere in der definitiven Einführung der Wirkungsorientierten Verwaltung WOSA einen Verlust der Einflussnahme des Parlaments und des Volks und wehrte sich aus dem gleichen Grund auch gegen die Erhöhung der Obergrenze für Rechtsgeschäfte mit Grundstücken. Zudem erachtete die SVP auch die Umbenennung des Stadtammanns in Stadtpräsident als unnötig.

Abgesehen von der SVP war man sich in allen Parteien von links bis einig, dass eine Anpassung der Gemeindeordnung nach über 30 Jahren Sinn macht und die Revision, wie sie dem Stimmvolk vorgelegt wurde, zweckmässig ist.

Von den 13796 Stimmberechtigten nahmen 6695 oder fast 45 Prozent am Urnengang teil. 6124 beteiligten sich an der Abstimmung über die Gemeindeordnung; 301 Stimmzettel waren leer, sechs ungültig.

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