Aarau

In Aarau wetterten Cédric Wermuth und Genossen im Regen

1.-Mai-Umzug auf der Bahnhofstrasse, allen voran von links: Viviane Hösli, SP-Grossrätin , Itamar Piller, Junge Grüne Aargau, Jolanda Urech, Stadtpräsidentin, Gabriela Suter, Einwohnerrätin, Franziska Graf-Bruppacher, Stadträtin, und Cédric Wermuth, SP-Nationalrat. Mario Heller

1.-Mai-Umzug auf der Bahnhofstrasse, allen voran von links: Viviane Hösli, SP-Grossrätin , Itamar Piller, Junge Grüne Aargau, Jolanda Urech, Stadtpräsidentin, Gabriela Suter, Einwohnerrätin, Franziska Graf-Bruppacher, Stadträtin, und Cédric Wermuth, SP-Nationalrat. Mario Heller

Über hundert haben sich Freitagmittag zum Demonstrationszug durch die Aarauer Bahnhofstrasse versammelt. An der 1.-Mai-Feier auf dem Kirchplatz prangerte SP-Nationalrat Cédric Wermuth den Neoliberalismus an, der trotz Finanzkrise Urständ feiere.

In der einen Hand der Schirm, in der anderen das Transparent: «Gegen Ausgrenzung», «Nie wieder Saisonnierstatut», «Arbeit soll sich für alle lohnen». Die Gewerkschafter und Genossinnen der SP liessen sich vom Regen nicht abhalten.

Über hundert haben sich Freitagmittag zum Demonstrationszug durch die Bahnhofstrasse versammelt, allen voran SP-Frauen der Stadtregierung Jolanda Urech und Franziska Graf-Bruppacher. Auf dem Kirchplatz wurden sie nicht nur von einer weiteren Hundertschaft empfangen, sondern auch von den Duftschwaden, die von den Grillrosten her lockten. Unter den Zeltplanen entwickelte sich bei allen kämpferischen Reden ein gemütliches Fest.

Cédric Wermuth, SP-Nationalrat und Co-Präsident der SP Aarau, prangerte den Neoliberalismus an, der trotz Finanzkrise Urständ feiere. Wer geglaubt habe, die Parteiprogramme der nationalistischen und neoliberalen Parteien würden samt den Blasen auf den Finanzmärkten in sich zusammenbrechen, sehe sich der Naivität überführt.

Schritt für Schritt würden die Rechte der Menschen abgebaut. Die Initiative zur Kündigung der Europäischen Menschenrechtscharta sei nur die Spitze des Eisbergs, wetterte Wermuth. Viel offensiver noch werde der Abbau der wirtschaftlichen und sozialen Teilhaberechte durch eine gigantische Umverteilung von unten nach oben betrieben.

Auch SP-Grossrätin und Gewerkschaftssekretärin Viviane Hösli ging auf die ungerechte Verteilung des Reichtums ein. Die Finanzlage des Kantons sei nur deshalb so angespannt, weil in den letzten Jahren mit drei Steuergesetz-Reformen Reichen und Unternehmen Steuererleichterungen in Millionenhöhe gewährt worden seien.

Die Schweiz habe die höchste Konzentration an Vermögen. Deren ungleiche Verteilung sei schädlich für die Gesellschaft und deren Zusammenhalt. Die Volksinitiative «Millionen-Erbschaften besteuern für unsere AHV» trete der extremen Vermögenskonzentration entgegen. Die Erbschaftssteuer sei nichts weniger als fair und wirtschaftlich sinnvoll. Sie sei auch deshalb fair, weil im Verfassungsartikel grosszügige Freigrenzen definiert werden sollen.

Der Flüchtlingskatastrophe widmete sich Itamar Piller, Co-Präsident der jungen Grünen Aargau: «Bis das enorme Ziel einer fairen, friedlichen und gleichberechtigten Welt erreicht ist, werden immer Flüchtlinge unterwegs sein. Diesen Menschen müssen sichere Fluchtwege sichergestellt werden.»

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