Aarau
In Aarau werden die Stadtwohnungen der Mauersegler inventarisiert

Zwischen Ende März und Mitte Mai kehren jeweils die Mauer- und Alpensegler aus ihren Überwinterungsgebieten in Afrika zurück. Um den Schutz der Nistplätze an Gebäuden zu sichern, erneuert die Stadt Aarau dieses Jahr das Seglerinventar.

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Der Mauersegler ist der kleinste und häufigste Segler, der hier vorkommt. Er ähnelt einer Schwalbe, ist aber grösser als diese. zvg

Der Mauersegler ist der kleinste und häufigste Segler, der hier vorkommt. Er ähnelt einer Schwalbe, ist aber grösser als diese. zvg

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Die beiden Seglerarten (Mauer- und Alpensegler), ursprünglich Felsenbrüter, nisten heutzutage hauptsächlich in Nischen an Gebäuden und gehören somit zu den Arten, die sehr direkt von Bau- und Renovationsmassnahmen betroffen sind.

Da die beiden Arten sehr standorttreu sind, reagierten sie mit starken Verlusten auf das Verschwinden ihrer Nistplätze, teilt die Umweltfachstelle der Stadt mit. «Die gemäss Roter Liste potenziell gefährdeten Arten sind daher auf Schutzmassnahmen angewiesen.» Geschützt werden könne jedoch nur, was auch bekannt ist. Daher seien regelmässige Inventarmassnahmen erforderlich.

Während der diesjährigen Brutsaison von etwa Anfang Mai bis im Juli/August werden auf dem gesamten Stadtgebiet Beobachtungsgänge gemacht, um bekannte Nistplätze zu verifizieren und bisher noch unbekannte zu entdecken.

Die Inventararbeiten erfolgen unter der Leitung von Fachfrau Iris Scholl vom Büro für Verhaltensforschung und Ökologie in Uster, die bereits für die Städte Zürich und St. Gallen Seglerinventare realisiert hat. Tatkräftige Unterstützung erhält sie dabei vom Natur- und Vogelschutzverein Aarau/BirdLife Aarau.

Wie die Umweltfachstelle mitteilt, soll man sich also nicht wundern, wenn in den nächsten Wochen ab und zu Leute auf dem Stadtgebiet anzutreffen sind, welche in den Himmel starren und Gebäude mit Felsstechern nach Nistplätzen absuchen. Bei diesen Leuten handelt es sich um freiwillige Helferinnen und Helfer.

Hinweise aus der Bevölkerung zu Niststandorten der beiden Seglerarten nimmt die Umweltfachstelle entgegen (Kontakt: Umweltfachstelle, Carmen Hitz, 062 836 06 06, umweltfachstelle@aarau.ch.

Die beiden Experten Iris Scholl (Büro für Verhaltensforschung und Ökologie,Uster) und Bruno Zeller (Natur- und Vogelschutzverein Aarau/BirdLife Aarau) bieten an einer öffentlichen Führung am Dienstag, 18. Juni, die Gelegenheit, mehr über das faszinierende Leben dieser zwei Seglerarten in der Stadt Aarau zu erfahren. (pd/az)

«Segler in der Stadt»: Führung am 18. Juni, 19.30 Uhr, vor dem Naturama Aargau, Dauer ca. anderthalb Stunden. Ersatzdatum bei Regenwetter, Mittwoch 26. Juni, 19.30 Uhr. Auskunft über Durchführung am Montag 17. Juni unter 062 836 06 06 oder www.aarau.ch/aktuelles-umwelt.

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