Aarau
In Aarau wächst Wohnraum um das Hoffmann-Atelier

An der Mühlemattstrasse starten Anfang September die Bauarbeiten für die Wohnüberbauung der Neuapostolischen Kirche.

Katja Schlegel
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Das ehemalige Atelier von Künstler Felix Hoffmann (hinten rechts) bleibt mitten in der Überbauung stehen.

Das ehemalige Atelier von Künstler Felix Hoffmann (hinten rechts) bleibt mitten in der Überbauung stehen.

zvg

Die Bäume sind in den letzten Tagen bereits gefällt worden, die Bagger können kommen. Nur gut vier Wochen, nachdem der Stadtrat die Baubewilligung erteilt hat, beginnt die Neuapostolische Kirche Schweiz auf der lang gezogenen Parzelle am Hang oberhalb der Mühlemattstrasse mit den Bauarbeiten. Gemeinsam mit der Gross Generalunternehmung AG erstellt sie eine Wohnüberbauung samt Kirche.

Lange mussten die Bauherren auf den Startschuss warten: Gut vier Jahre lang dauerte die Projektierungs- und Planungsphase. Ursprünglich waren die Grundstücke im Besitz der Stadt Aarau, der Einwohnergemeinde Aarau, des Kantons Aargau und der Firma Faes Immobilien AG. Ende 2011 wurde der Gestaltungsplan mit Sondernutzungsvorschriften durch den Stadtrat und 2012 durch den Regierungsrat genehmigt.

Ende 2012 konnte die Neuapostolische Kirche die Grundstücke übernehmen und dem Aarauer Architekturbüro Schneider&Schneider den Auftrag zur Projektierung der Überbauung geben.

Nach der langen Vorlaufzeit soll es nun zügig vorwärtsgehen. Den Bezug terminiert die Neuapostolische Kirche gemäss einer Mitteilung auf den 1. April 2016.

Strassen wird abgeschirmt

Die Überbauung umfasst drei Eigentums-Maisonette-Wohnungen, sogenannte Town-Houses. Im Mietwohnungsteil werden acht Dreieinhalbzimmer-Wohnungen und vier Zweieinhalbzimmer-Wohnungen erstellt. Im Erdgeschoss befinden sich zwei Ateliers. Gegen die Strasse und die Aare hin gibt sich das Bauensemble als harter Körper mit grossen Aussichtsfenstern. Der Strassenlärm soll durch eine grosszügige Terrasse abgeschirmt werden. Dieser Bereich soll öffentlich werden und einen schönen Ausblick auf die Aare sowie den Durchgang zur Freihoftreppe gewähren. Auf der lärmgeschützten Rückseite wird der Bau mit einer hölzernen Balkonschicht versehen.

Der Kirchenbau mit Empore umfasst rund 220 Sitzplätze. Ergänzt wird er mit verschiedenen Nebenräumen und einem grosszügigen, offenen Eingangsbereich. Das Teehaus, das ehemalige Atelier des bekannten Aarauer Künstlers Felix Hoffmann, steht unter Denkmalschutz und bleibt inmitten der Überbauung stehen.