Stadtratswahlen
In Aarau geht die Frauen-Mehrheit verloren – nur diese drei haben intakte Chancen

Das Feld der Kandidaten für die Stadtratswahlen in Aarau nimmt immer mehr Konturen an.

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Angelica Cavegn Leitner, Franziska Graf-Bruppacher und Suzanne Marcler-Merz

Angelica Cavegn Leitner, Franziska Graf-Bruppacher und Suzanne Marcler-Merz

AZ-Archiv/ZVG

Nun steht so gut wie fest, dass die Frauen ihre vor vier Jahren gewonnene Mehrheit in der Exekutive verlieren werden: Es treten nur drei Kandidatinnen mit intakten Wahlchancen an. Die Freisinnigen haben am Mittwochabend Suzanne Marclay- Merz (43) nominiert. Bereits vor zwei Wochen hat Pro Aarau Angelica Cavegn Leitner (57) ins Rennen geschickt. Und am 5. April wird die SP ihre Bisherige Franziska Graf-Bruppacher (45) nominieren.

Bis im Frühling 1979 war der Aarauer Stadtrat ein reines Männergremium. Die allererste Stadträtin war Corinne Nöthiger-Siegwart (CVP). Sie wurde am 20. Mai 1979 gewählt und trat auf Ende 1989 zurück. Dann war der Stadtrat für ein paar Monate wieder reine Männersache, bis am 23. September 1990 Doris Ammann (FDP) als Nachfolgerin des im Amt verstorbenen Jürg Karlen gewählt wurde.

Ammann trat nach einer (knappen) Amtsperiode bereits Ende 1993 zurück. Dafür schaffte 1993 dann Judith Jean-Richard (SP) die Wahl in die Exekutive. 2001 kürte der Souverän Jolanda Urech (SP) zur Stadträtin. Sie hatte bereits 1997 erfolglos als Vertreterin der Grünen für dieses Amt kandidiert.

2013 nahm die Frauenfraktion im Rathaus stark zu: Jolanda Urech jubelte als erste Stadtpräsidentin in der Geschichte der Stadt, Franziska Graf (SP) und Angelica Cavegn (Pro Aarau) wurden im ersten Anlauf ebenfalls neu gewählt und Regina Jäggi (SVP) nach ihrer Wahl im Jahr 2009 bestätigt. (hr/uhg)

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