Buchs
Im Pfarrhaus in Buchs ziehen Kinder ein

In der Wohnung im Reformierten Pfarrhaus Ausserdorf in Buchs kann der Verein Kindernetzwerk ab August Spielgruppen unterbringen. Dies ermöglicht die Eröffnung weiterer Hortgruppen, an der Oberdorfstrasse.

Hubert Keller
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Das markante Pfarrhaus in Buchs wird künftig auch Kindern zur Verfügung stehen.

Das markante Pfarrhaus in Buchs wird künftig auch Kindern zur Verfügung stehen.

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Pfarrerin Esther Zbinden, seit dem 1. Mai im Amt, hat zwar ihren Arbeitsplatz in Buchs, wohnt aber ausserhalb. Die Reformierte Kirchgemeinde braucht die Wohnung, in der die Caritas vorübergehend eine anerkannte Flüchtlingsfamilie unterbrachte, bereits seit einem Jahr nicht mehr für eigene Zwecke.

«Für uns ist das eine ideale Lösung», sagt Kirchenpflegepräsident Roland Bialek. Das rote Backsteinhaus neben dem Alterszentrum Suhrhard liegt in der Zone für öffentliche Bauten, was die Nutzung einschränkt, zudem ist die Kirchgemeinde Mitglied des Trägervereins Kindernetzwerk, der in zwei Häusern an der Oberdorfstrasse Krippe, Hort und Mittagstisch für Kinder anbietet.

Das Kindernetzwerk lagert somit das Angebot der Spielgruppen ab August 2014 ins Ausserdorf aus. Dort steht den Kindern im Erdgeschoss mehr Platz zur Verfügung. Die Kinder können sich auch ausserhalb des Hauses austoben.

«In der Villa Blau werden wir eine weitere Hortgruppe für Kindergärtler eröffnen können», sagt Jürg Kissling vom Kindernetzwerk. Ab Sommer kann das Kindernetzwerk, das mit der Gemeinde einen Leistungsvertrag abgeschlossen hat, zudem zwei weitere Spielgruppen anzubieten. Eigentlich hat Jürg Kissling nur Platz für den Hort gesucht. Dadurch dass die Spielgruppen autonom im Ausserdorf geführt werden, können im Hort ab Sommer 32 Kinder aufgenommen werden.

Wartelisten werden kürzer

Kissling ist froh darüber, dass mit der Auslagerung der Spielgruppen die langen Wartelisten etwas abgebaut werden. Es gebe offensichtlich immer mehr Eltern, die mit den familienergänzenden Angeboten Familie und Beruf unter einen Hut bringen wollten. «Zwei bis drei Monate, nachdem wir eine neue Hortgruppe eröffnet hatten, war sie auch schon wieder voll», sagt Kissling.

Der Saal, das Sitzungszimmer und auch der Arbeitsraum im Pfarrhaus Ausserdorf werden laut Kirchenpflegepräsident Bialek weiterhin für kirchliche Zwecke genutzt. Als angenehmen Nebeneffekt sieht er auch darin, dass im gelegentlichen Kontakt mit den Kindern der Alltag der betagten Leute im Alterszentrum etwas aufgelockert wird.