Aarau
Im neuen «Waldmeier» gibt es jetzt Randen-Kaffee-Daiquiri

Es heisst noch immer «Waldmeier, doch statt Kaffee und Kuchen gibt es neu Cocktails und Burger. Eine Erinnerung ans ehemalige Café bleibt aber erhalten. Die neuen Besitzer waren im Kontakt mit Regula Waldmeier.

Lee Ann Müller
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Das «Waldmeier»-Team hinter der neuen Bar: Thomas und Martin Garcia, Martina Ganz und Jana von Wyl (von links).

Das «Waldmeier»-Team hinter der neuen Bar: Thomas und Martin Garcia, Martina Ganz und Jana von Wyl (von links).

Lee Müller

Es bleiben knapp zwei Tage bis zur Eröffnung des «Waldmeier» und noch steht nicht alles an seinem Platz: Auf den Sofas liegen weisse Vorhänge und Lampen, die montiert werden müssen, zwischen den Stühlen und Barhockern stolpert man über Kabel und Getränke Kisten. «Es kommen einem immer wieder Sachen in den Sinn, die man noch braucht», sagt Martina Ganz lachend.

Verändert hat sich im Lokal nicht viel – Wände, Böden und Sitzbänke bleiben wie bisher bestehen. Nur die Bar im hinteren Teil des Lokals ist komplett neu, mit einem Zinntresen aus Frankreich.

Selbst erfundene Cocktails

Sie ist bereits beleuchtet, unzählige Flaschen Whisky, Rum und Gin reihen sich vor dem Fenster, durch das man einen Blick auf den Graben hat. Sie stellt das Herzstück des «Waldmeier» dar, welches die Brüder Martin und Thomas Garcia gemeinsam mit Martina Ganz und Jana von Wyl morgen Freitag zu neuem Leben erwecken.

Die Bar ist auch das Reich von Martin Garcia, der die Hauptführung im neuen Lokal übernimmt. Neben den klassischen Cocktails hat er durch jahrelanges Recherchieren und der Erfahrung als Barchef in der «Tuchlaube» in Aarau auch verrückte Drinks kreiert: Ein Randen-Kaffee-Daiquiri oder ein Tequila mit Schweizerschokolade, Thymian und Limettensaft findet sich etwa auf der neuen Getränkekarte. «Solche Drinks gibt es nur hier», sagt Garcia.

Ein Burger mit Blattgold

Neben den Cocktails kommt man im «Waldmeier» in den Genuss von hausgemachten Burgern mit lokalen Zutaten. Vom vegetarischen Burger mit frischem Gemüse bis zum edlen «Golden Gate»-Burger mit einem Hauch Blattgold auf dem Brot und Trüffeln sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Mit Liebe zum Detail und viel Leidenschaft wollen die neuen Geschäftsführer das «Waldmeier» zum Erfolg führen. Dabei erhielten sie auch Unterstützung von Regula Waldmeier, Tochter der Gründer des «Waldmeier», welche das Kaffeehaus noch mit einer Confiserie im Erdgeschoss führten und selber im gleichen Hause lebten.

Sie meldete sich nach einem Artikel in der az (3. 12. 14) über die geplante Eröffnung beim neuen «Waldmeier»-Team. «Wir hatten zuerst Respekt, ihr zu sagen, dass wir nicht mehr Torten und Wähen verkaufen», sagt Martina Ganz, «aber sie war sehr offen und erfreut, dass wir das ‹Waldmeier› wieder beleben.» Die Dame habe Erinnerungsstücke mitgebracht wie altes Tortenpapier und Kaffeelöffel.

Regula Waldmeier erzählte ausserdem, dass früher in einer Nische im Gang ein altes Telefon hing. Auf der Treppe hätten sich die Gastarbeiter die Beine in den Bauch gestanden, um nach Hause zu telefonieren. Die neuen Geschäftsführer wollen nun ein anderes altes Telefon installieren – als Erinnerung an das «Waldmeier» aus den 40er-Jahren.

Der Eröffnungsapéro findet morgen Freitag von 19-22 Uhr im «Waldmeier» am Graben 31 statt.

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