In den Sommerferien ist aus dem Restaurant Rendez-vous das Steakhouse Meat’s geworden. Der Aarauer Gastrobetrieb an der Bahnhofstrasse 4 hat nicht nur den Namen gewechselt, sondern auch neue Eigentümer, ein moderneres Interieur und ein völlig verändertes Konzept erhalten.

«Wir wollen in einer trendigen Atmosphäre ein Stück Fleisch auf den Teller bringen, das höchsten Ansprüchen genügen soll», sagt Claude Fischer, der Verwaltungsratspräsident der neu gegründeten Betreibergesellschaft. Als Vorbilder dienen zwar amerikanische Steakhäuser, doch setzt das erste «Meat’s» im Lande bewusst auf Swissness. Das Schweizer Fleisch wird von der Firma Traitafina geliefert, gegrillt wird es in einem Southbend Broiler. Durch die extrem hohe Temperatur von 800 Grad Celsius karamellisiert das Fett und das Fleisch wird knusprig und saftig zugleich, für die Schweizer Gastronomie eine Novität. Die Fäden in der Küche zieht – nomen est omen und passend – Christian Fleischhauer.

Jüngere Kunden anziehen

Wählen kann der Gast aus dem Angebot von Rind, Kalb, Lamm und Schwein. «Wir wollen mit dieser Linie der Stadt und Region Aarau eine neue Kultur der Gastronomie bieten, nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung des bestehenden Angebots», betont Claude Fischer, der in Aarau hauptberuflich als Anwalt tätig ist. Man strebt mit der Karte Steakhouse eine «Verjüngung der Kundschaft» an und setzt nicht zuletzt auch auf Frauen, die das Motto «Qualität statt Quantität» besonders zu schätzen wissen.

Abgerundet wird die Karte durch eine ganze Palette von Vorspeisen und Desserts. Der Philosophie «Steak & Wine» gerecht wird die gepflegte Auswahl von Rebensäften, mit dem Schwerpunkt im Anbaugebiet Italien. Mit Thomas Steffen ist denn auch ein Weinfachmann in der neuen Betriebs-AG vertreten. Geöffnet ist das «Meat’s» durchgehend, als von Montag bis Freitag von 9 bis 23.30 Uhr, am Samstag von 11 bis 23.30 Uhr und auch am Sonntag von 11 bis 22 Uhr.

Einige Stammgäste verschwanden

Die Erinnerung an den Vorgängerbetrieb verkörpert Trudi Sutter, die vier Jahrzehnte lang im einstigen «Rendez-vous» gewirtet hat und auch im «Meat’s» an der Front steht, jedenfalls bis das neue Personal eingearbeitet ist. Die rund 65 Plätze sind vor allem über Mittag und am Abend für Essen reserviert, geblieben ist für jene, die nur den Durst löschen wollen, die Bar. Etliche Stammgäste haben sich deshalb eine neue Bleibe gesucht. Veränderungen in der «Beizen-Landschaft» haben halt ihren Preis.