Aarau
Im Aarauer Stadtzentrum kommts zur grossen Laden-Rochade

Mehrere Verkaufsläden in Aarau wechseln ihren Standort. An der Pelzgasse und der Kasinostrasse werden Zügelkisten ausgeräumt. Gleich vier Läden ziehen um, aus oder ein.

Katja Schlegel
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Es wird gezügelt in Aarau.

Es wird gezügelt in Aarau.

Man muss den Kopf beisammen haben, um der Rochade folgen zu können: An der Kasinostrasse 17 zieht Henri Schäfer mit seinem Laden «K17 Sportswear» aus. Per 12. Oktober einziehen wird Nadine Hauswirth mit ihrem Interieur-Laden für Möbel, Wohn- und Modeaccessoires «Maison Bambou», das bisher in der Altstadt an der Pelzgasse 2 zu finden war.

Die bereits leer geräumte Liegenschaft Pelzgasse 2 wiederum übernimmt Peter Schib mit dem Verkaufsladen der Kölliker Schreinerei Friedli AG, der bisher vis-à-vis an der Pelzgasse 5 zu Hause war. Neu einziehen wird hier der Verkaufsladen der Kölliker Goldschmiedin Jenny Brun mit von Hand gefertigtem Unikatschmuck.

Zu enge Platzverhältnisse

Die Gründe für die Rochade beziehungsweise die Geschäftsaufgabe liegen zum einen im Alter – im Falle von K17-Inhaber Henri Schäfer – und den engen Platzverhältnissen im Falle von «Maison Bambou» und «Friedli Ausbau». «Das Geschäft läuft derart gut, dass das Lokal in der Pelzgasse zu klein wurde», sagt Nadine Hauswirth von «Maison Bambou».

Die Ladenfläche vergrössert sich nach dem Umzug von 34 auf 200 Quadratmeter Verkaufsfläche. So bleibe genügend Platz für eine grosse Möbelausstellung mit verschiedenen Wohnräumen wie Schlafzimmer, Wohnzimmer oder Büro. Auch der A. Friedli AG mit den Schreinerarbeiten und Accessoires wird es nach 15 Jahren an der Pelzgasse 5 zu eng. «Wir brauchen dringend mehr Platz, um uns unserer Kundschaft besser präsentieren zu können», sagt Peter Schib. Im hellen Ladenlokal auf der anderen Strassenseite sei genügend Raum vorhanden, um Küchen, Schränke, Tische und Möbel zu zeigen.

Anfang Woche wurde die Chicorée-Filiale an der Metzgergasse aufgrund zu geringer Frequenz geschlossen. Hauswirth und die A. Friedli AG hingegen können sich nicht über mangelnde Kundschaft in der Altstadt beklagen: «Die Kundenfrequenz ist sehr gut», sagt Schib, deshalb bleibe man jetzt auch an der Pelzgasse. Und Hauswirth ergänzt: «Die Altstadt mit ihrem Charme und den flanierenden Menschen war ein idealer Standort für uns.» Hätte sie hier ein Lokal mit mehr Platz gefunden, wäre sie geblieben.

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Es ist ein ständiges Ein- und Ausziehen in der Altstadt. Ins leere Lokal an der Vorderen Vorstadt 24 zieht bald eine Shisha-Bar. Das Baugesuch der Multipoint Gastro GmbH liegt auf. Die Öffnungszeiten gleichen jener der Opium Lounge - also jener Shisha-Bar, die am letzten Wochenende geschlossen hat. Das Ersatzlokal (wenn auch mit anderem Eigentümer) will am Wochenende bis 4 Uhr offen haben.

Am Graben 14 zieht demnächst eine Pizzeria ein. «Mit richtigen Italienern», wie Besitzer Martin Ammann sagt. Die Eröffnung ist im Januar geplant. Es werde keine runden Pizzen, sondern Pizza «am Laufmeter» geben - auf grossen, viereckigen Blechen gebacken. Dazu gebe es Kaffee, ebenfalls echt italienisch. Jetzt, da Berlusconi in Italien nicht mehr allein den Ton angibt, ist «echt italienisch» auch ausschliesslich positiv zu verstehen.