Aarau

Ideen, Forderungen, Denkanstösse an Plakaten zur Quartierentwicklung

«Bus weg» steht auf der Tafel in der Metzgergasse.

«Bus weg» steht auf der Tafel in der Metzgergasse.

Auf 17 Plakatständern können Aarauerinnen und Aarauer aktuell ihre Anliegen rund um die Quartierentwicklung notieren. Die auf den Plakaten notierten Anliegen dienen als Ergänzung der Onlineumfrage, die im März und April durchgeführt wurde. Gleichzeitig läuft ein Fotowettbewerb für Jugendliche.

Aarau Plötzlich standen sie da, die Plakatständer mit dem «Ideenbaum» und angebundenem Filzstift. In der Gasse, auf Trottoirs, neben Glassammelstellen. Und vollgeschrieben waren sie fast genauso schnell. Mit Ideen, Forderungen, Denkanstössen – und dem obligaten post-pubertären Quatsch.

Die «Ideenbäume» sind Teil des Quartierentwicklungsprojekts «Euses Aarau – Euses Quartier». Auf den Plakaten stehen nicht nur zwei bis drei quartierbezogene Fragen, es ist auch Platz für eigene Anliegen. Laut Anna Borer, Leiterin Stadtentwicklung, werden mit diesem niederschwelligen Angebot die Bedürfnisse aus den Quartieren zu räumlichen und sozialen Entwicklungen erhoben. «Die Aktion spricht alle Zielgruppen gleichermassen an.» Mitmachen sollen alle Anwohnerinnen und Anwohner, welche die Zukunft ihres Quartiers mitgestalten möchten.

Virtuell geführte Quartiergespräche

Die auf den Plakaten notierten Anliegen dienen als Ergänzung der Onlineumfrage, die im März und April durchgeführt wurde. Die Resultate sind auf der Website der Stadt aarau.ch aufgeschaltet. Gleichzeitig zur Ideenbaum-Aktion läuft auch der Fotowettbewerb My Hood – my Place für Jugendliche. Die Fotos werden vom 12. bis 17.Oktober im Stadtmuseum ausgestellt und prämiert.

«Alle diese Erkenntnisse werden an virtuell geführten Quartiergesprächen besprochen», so Borer. Noch werden dazu Teilnehmerinnen und Teilnehmer für diese Gespräche gesucht. «Ziel dieses Quartierentwicklungsprozesses ist, die Aufenthalts- und Lebensqualität in den Quartieren nach den Vorstellungen der Quartierbevölkerung verbessern zu können.» Nebstdem so die Stadt die Bedürfnisse aus den Quartieren besser kennt und berücksichtigen kann, soll laut Borer auch das zivilgesellschaftliche Engagement in den Quartieren gefördert und gestärkt werden.

Die Ideenbäume stossen auf grosses Interesse. «Die Rückmeldungen sind sehr unterschiedlich und decken sich teilweise mit den Erkenntnissen aus der Onlineumfrage», sagt Borer. Die Resultate sollen bis Ende Jahr protokolliert und auf der Website der Stadt aufgeschaltet werden.

Die 17 Plakate stehen in den Quartieren Altstadt, Ausserfeld, Binzenhof, Damm, Goldern, Gönhard, Hinterdorf, Hungerberg, Innenstadt, Rössligut, Schachen, Scheibenschachen, Siebenmatten, Telli, Torfeld Nord und Süd sowie im Zelgli. Wer auf dem Plakat keine leere Stelle mehr findet, kann sein Anliegen direkt der Stadt melden (stadtbauamt@aarau.ch). Die Plakate stehen noch bis zum 28.September.

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