Suhr
Hotel statt Textildruckerei? Die Zentrumsüberbauung nimmt Gestalt an

Das Mitwirkungsverfahren zum Gestaltungsplan Suhre Park läuft. Die Überbauung in Suhr schafft Platz für Wohnungen, Läden, Restaurants – und vielleicht sogar für ein Hotel.

Katja Schlegel
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Im Frühling 2012 fuhren vor der Textildruckerei die Bagger auf.

Im Frühling 2012 fuhren vor der Textildruckerei die Bagger auf.

Annika Buetschi/ AZ

Erst sollten der Kernbau und die Fabrikationshallen der alten Textildruckerei unter kantonalen Denkmalschutz gestellt werden. Jetzt steht auf dem Areal zwischen Suhre, Tramstrasse und Bernstrasse Ost kein Stein mehr auf dem anderen.

Auf den 12 500 Quadratmetern Land will die Investitionsgesellschaft Suhre Park AG eine parkähnliche Zentrumsüberbauung mit einer guten Durchmischung bauen. Insgesamt sollen rund 90 Wohnungen entstehen, darunter auch altersgerechte. Das Angebot soll ausserdem mit Läden, Dienstleistungsbetrieben und Gastro-Angeboten ergänzt werden. Im Gespräch sind laut Gemeindepräsident Beat Rüetschi auch Pläne für ein Hotel.

Der Gemeinderat hat den Gestaltungsplan Ende April zuhanden der Vorprüfung verabschiedet, jetzt liegt der Entwurf für das Mitwirkungsverfahren öffentlich auf. Das Areal ist in fünf Baubereiche unterteilt. Die maximale Geschossfläche im gesamten Gestaltungsperimeter beträgt 21 000 Quadratmeter, in allen fünf Bereichen sind vier Vollgeschosse und ein Attikageschoss zulässig. Erlaubt sind nur Flachdächer, die extensiv begrünt werden müssen.

Der Gestaltungsplan hält fest, dass Bauten, Anlagen und Freiräume so gestaltet werden müssen, dass eine gute städtebauliche Gesamtwirkung erreicht wird. Im grössten Baufeld entlang der Bernstrasse muss das Gebäude mit mindestens vier klar erkennbaren und gestaffelten Vor- und Rücksprüngen auf die offene Bauweise der angrenzenden Bauten Bezug nehmen. Die Bauten müssen hochwassersicher und nach Minergie-Standard gebaut sein.

Erschlossen wird das Areal über die «Alte Gasse». Ein Bereich ist für Kurzzeit- und Behindertenparkplätze reserviert. Parkiert werden soll in einem unterirdischen Parkhaus. Grundsätzlich soll das Mobilitätsbedürfnis der Kunden, Besucher und Bewohner und Angestellten auf umweltverträgliche Weise befriedigt werden. So ist beispielsweise ein Carsharing-Standort zu prüfen, ausserdem müssen in der Parkgarage Aufladestationen für E-Autos angeboten werden.

Der Freiraum setzt sich aus Räumen mit öffentlichem Charakter, gemeinschaftlichen Freiräumen sowie dem Uferbereich der Suhre zusammen. Die öffentlichen Plätze müssen als Freiraum mit Platzcharakter mit ansprechender Aufenthaltsqualität für Kunden und Besucher gestaltet werden. Die gemeinschaftlichen Räume dienen als Spiel- und Ruhebereiche für die Bewohner. Zulässig sind Kiesflächen, Spielgeräte, Sitzbänke und dergleichen. Der Uferbereich darf mit Ausnahme von Massnahme zur Renaturierung oder zum Hochwasserschutz nicht bebaut werden.

Die Entwürfe und der Vorprüfungsbericht liegen noch bis zum 24. September auf der Bauverwaltung auf.

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