Titlis
Höhen-Weltrekord beim Whisky brennen

Einen Tag in luftiger Höhe bei Urs Lüthy und seiner Whisky-Brennerei. Das Wetter machte es Lüthy nicht leicht, auf über 3000 Metern Höhe einen guten Whisky zu brennen.

Christoph Voellmy
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Müheler Whisky-Brenner Urs Lüthy auf dem Titlis
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Müheler Whisky-Brenner Urs Lüthy auf dem Titlis
Müheler Whisky-Brenner Urs Lüthy auf dem Titlis
Müheler Whisky-Brenner Urs Lüthy auf dem Titlis
Müheler Whisky-Brenner Urs Lüthy auf dem Titlis
Müheler Whisky-Brenner Urs Lüthy auf dem Titlis
Müheler Whisky-Brenner Urs Lüthy auf dem Titlis
Müheler Whisky-Brenner Urs Lüthy auf dem Titlis
Müheler Whisky-Brenner Urs Lüthy auf dem Titlis

Müheler Whisky-Brenner Urs Lüthy auf dem Titlis

Christoph Voellmy

Die Luft ist dünn auf über dreitausend Meter über Meer. Urs Lüthy aus Muhen, der auf dem Titlis diese Woche Whisky brennt, hat durch die richtige Berechnung aber keine Probleme: «Pro 300 Höhenmeter fällt der Siedepunkt des Destillats um ein Grad Celsius». Somit sei die Verdampfungstemperatur auf 3020 Meter zirka zehn Grad tiefer als auf Meereshöhe.

Eine Schwierigkeit sei das Wetter, erklärt Lüthy. Am Montag konnte er aufgrund des starken Gewitters nicht brennen und heute Dienstag hat er seine mobile Brennerei im Unterschlupf postiert, um nicht dem starken Wind ausgesetzt zu sein.

Zur Mittagszeit zog zusätzlich noch Nebel auf. Er komme jedoch planmässig voran, um am Ende der Woche 400 Liter des Wässerchens zu haben. Das Destillat wird dann mit frischem Titliswasser verdünnt und vier Jahre in Fässern gelagert, um am zehnjährigen Jubiläum des Whiskyschiff Luzern verkostet zu werden.

Die vielen, mit Kameras bewaffneten Touristen trauen ihren Augen kaum, als sie Lüthy und seine Brennerei auf dem Plateau entdecken: «Ihr Schweizer sind schon ein einzigartiges Volk. Einfach verrückt!», sagt ein chinesischer Tourist lachend.

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