«Die Belastung wird immer grösser», kommentiert der Gemeinderat den Finanzplan 2014/2017. Dieser listet für die nächsten vier Jahre Investitionen von 26,5 Mio. Franken auf (ohne Eigenwirtschaftsbetriebe).

Die Einwohnergemeinde Buchs war Pilotgemeinde für die Einführung des neuen Rechnungsmodells HRM2, das ab kommendem Jahr für alle Aargauer Gemeinden gilt. Die Finanzverwaltung ist wegen der Umstellung noch nicht in der Lage, eine genaue Aussage über die Höhe der Verschuldung am Ende der Finanzplanperiode zu machen.

Sobald die dafür benötigte Computersoftware vorliege, werde der Finanzplan überarbeitet. Keine neue Tatsache sei aber, dass die geplanten Investitionen zu einer Erhöhung der Schulden führen würden und der Steuerfuss von 97 Prozent auf Dauer nicht ausreiche, schreibt der Gemeinderat.

Grosse Investitionen

Grössere Investitionen sind: Gesamtsanierung verschiedener Schulanlagen der Kreisschule Buchs-Rohr in Aarau Rohr (18 Mio. Franken), die Sanierung und der Ausbau des Alterszentrums Suhrhard, die Erneuerung der Kunsteisbahn Region Aarau und der Bau der Verbindungsspange Buchs-Nord.

Im kommenden Jahr werden 5,7 Mio. Franken investiert. Allein für die Kindergärten werden 1,3 Mio. benötigt. Für die Kunsteisbahn Region Aarau (Keba) ist eine Tranche von 744 000 Franken vorgesehen, für den Neubau der Verbindungsspange Buchs-Nord 1,4 Mio. Franken.

14,6 Millionen Steuereinnahmen

An Steuereinnahmen (Einkommens- und Vermögenssteuern inklusive Quellensteuern) rechnet das Budget mit rund 14,6 Mio. im nächsten Jahr. 16,4 Mio. Franken sollen es gemäss Finanzplan im Jahr 2017 sein.

Neu werden die Investitionen linear, aufgrund der in der Verordnung des Kantons geregelten Nutzungsdauer abgeschrieben.

Dies führt dazu, dass für den Fall, dass die Nutzungsdauer noch nicht abgelaufen ist, bereits abgeschriebene Investitionen rückwirkend mit einem Restbuchwert belegt und erneut abgeschrieben werden. Damit die gleichen Investitionen nicht zweimal mit Steuergeldern abgeschrieben werden, muss der sogenannten Aufwertungsreserve jährlich rein buchhalterisch der Betrag entnommen werden, der für Abschreibungen benötigt worden wäre. Dies macht für die Einwohnergemeinde im kommenden Jahr 1,5 Mio. Franken aus.

Die planmässigen Abschreibungen der Einwohnergemeinde von 1,8 Mio. Franken werden zu einem grossen Teil aus der erwähnten Aufwertungsreserve verrechnet. Gesamthaft bleibt der Einwohnergemeinde ein Aufwandüberschuss von 222 000 Franken. Das Gesamtbudget 2014 beläuft sich inklusive Eigenwirtschaftsbetriebe auf 33,3 Mio. Franken.