Asylbewerber-Attacke

Hochuli ertappt sich beim Freund-Feind-Denkschema über Asylbewerber

Susanne Hochuli äussert sich über die Asylbewerber-Attacke auf eine junge Frau in Aarau.

Susanne Hochuli äussert sich über die Asylbewerber-Attacke auf eine junge Frau in Aarau.

Eine Frau wird in Aarau von einem Asylbewerber angegriffen und verletzt. Nun gibt die grüne Regierungsrätin Susanne Hochuli zu, dass sie sich manchmal auch ertappt im Denkschema, alle Schweizerinnen müssten vor allen Asylsuchenden Angst haben.

Nach der Attacke eines Asylbewerbers aus Eritrea auf eine 30-jährige Frau in Aarau mischt sich nun auch die grüne Aargauer Regierungsrätin und Sozialministerin Susanne Hochuli direkt in die Debatte ein.

Die Tat sei "inakzeptabel" und der Täter hat "die dafür vorgesehenen Konsequenzen zu gewärtigen", schreibt sie in ihrer Kolumne in der "SonntagsZeitung". Es müsse alles dafür getan werden, dass wir uns im öffentlichen Raum sicher bewegen können.

Doch Hochuli äussert sich auch kritisch zum Fall: Sie beklagt sich über die von den Medien verzerrt dargestellte Realität: "Wenn ich die Medienaufmerksamkeit für den Fall anschaue, komme ich nicht um die Feststellung herum, dass Angriff nicht gleich Angriff, Verletzung, Verarbeitung nicht gleich Verarbeitung ist." Sie ertappe sich deswegen manchmal beim Denkschema, wenn ein Asylsuchender eine Schweizerin angreife, "müssen potenziell alle Schweizerinnen vor allen Asylsuchenden Angst haben" und daher "sämtliche Asylsuchende eingesperrt werden". Doch hier zeigt sich allerdings, wie auch Hochuli die SVP-Forderung im Aargau verzerrt wiedergibt: Die Partei will nur die renitenten Asylbewerber einsperren, nicht alle.

Doch da sie auch Politikerin ist, ist es ihre Aufgabe, "die Probleme, die sich in der Gesellschaft stellen, so zu lösen, dass der Staat funktioniert" – mit einem Minimum an Regeln für ein Maximum an Freiheit. (fam)

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