Suhr

Hochhaus mit nur Eigentumswohnungen: das Baugesuch für das Henz-Areal liegt auf

Die Profile des Hochhauses, das auf dem ehemaligen Industrieareal gebaut werden soll.

Die Profile des Hochhauses, das auf dem ehemaligen Industrieareal gebaut werden soll.

Für über 50 Millionen Franken sollen in vier Häusern 202 Wohnungen gebaut werden. Das 12-stöckige Hochhaus wird rund 40 Meter hoch.

Die Pläne sprengen die üblichen Dimensionen von Suhr. Das will etwas heissen, hat die Gemeinde (10'666 Einwohner) doch in den letzten Jahren baulich eine grosse Entwicklung durchgemacht. Das Projekt ist vielen Suhrern denn auch etwas unheimlich: An der Gemeindeversammlung im November 2018 stimmten sie der Umzonung nur relativ knapp (125 zu 112) zu.

Doch seither ist die Opposition verstummt. Und jetzt ist das Bewilligungsverfahren auf die Zielgerade eingebogen: Seit gestern liegt das Baugesuch über die Überbauung des Henz-Areals auf (bis 2. Juni). Geplant sind vier Gebäude mit 202 Wohnungen. Darunter ein rund 40 Meter hohes Hochhaus – es wird minim grösser als das KWC-Hochhaus in Unterkulm und deutlich weniger hoch als die geplanten Stadion-Hochhäuser in Aarau (58 bis 75 Meter). In den letzten 15 Jahren sind im Aargau lediglich zehn Gebäude in der «Henz»-Klasse gebaut worden.

Im Hochhaus nur Eigentumswohnungen

Das Hochhaus unmittelbar südlich der Eisenbahnlinie (beim Rundhaus) ist das spektakulärste Gebäude der Siedlung: Es umfasst 12 Geschosse, im Parterre sind ein Restaurant (Typ Dorfbeiz) und zwei Gewerberäume (etwa Coiffeur oder Bäckerei) geplant, im obersten Stock die Technikräume.

Pro Etage sind in der Regel vier Wohnungen vorgesehen, die meisten mit 3,5 oder 4,5 Zimmern. Jede Wohnung verfügt über eine Loggia (um die 10 Quadratmeter). Die Sonnestoren sind in einem dunklen Grünton geplant, was dem Gebäude einen entsprechenden optischen Gesamteindruck verschaffen wird. Im Hochhaus hat es ausschliesslich Eigentumswohnungen. Die Investorin, die Firma Halter aus Zürich, erwartet, dass diese auf rege Nachfrage stossen werden. Die Aussicht wird mehrheitlich traumhaft sein. Die Rede ist von «exponierter Lage mit hoher Visibilität».

Neben dem Hochhaus sind drei Mehrfamilienhäuser geplant. Entlang der Gränicherstrasse das «Single-Haus» mit 93 kleinen Mietwohnungen und -ateliers. Südlich der Bahnlinie (westlich des Hochhauses) der «Familienriegel» (50 eher grössere Mietwohnungen) und das «Hofgebäude» (15 niedrigpreisige Eigentumswohnungen).

Auf der Baugesuchsmappe wird eine Gesamtinvestitionssumme von 55,8 Millionen Franken angegeben. (uhg)

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