Seit zehn Jahren pilgern Fans von Rap- und Hip-Hop im Sommer nach Aarau, um das Festival «Make the Hood look Good» zu besuchen.

Dieses Wochenende laden die Veranstalter wieder zur grössten Hip-Hop-Party im Kanton. Das Ein-Tages-Spektakel hat sich in seinem zehnjährigen Bestehen einen guten Ruf in der Szene erarbeitet. Im letzten Jahr wurden 1800 Besucher gezählt. Damit war das Festival ausverkauft.

«Laut den aktuellen Zahlen haben wir jetzt schon mehr Tickets verkauft, als letztes Jahr um diese Zeit. Wie viele es am Ende werden, ist noch nicht absehbar», erklärt Mitorganisator Lorin Segrada. Man setze auf grossartige Festivalerlebnisse und begrenze die Ticketanzahl dafür lieber. Die Festivalbesucher kommen nicht nur aus der Schweiz, sondern unter anderem auch aus der USA, Tschechien und Bulgarien. «Die Leute kommen oft von weiter her, um das Festival zu besuchen. In der Schweiz können wir uns in diesem Segment unter den Top 5 klassieren.»

In Sachen Acts setzen die Veranstalter auf eine gute Mischung aus internationalen und nationalen Künstlern. Wie zum Beispiel den US-amerikanischen Rapper Ghostface Killah. Er ist Mitglied des Wu-Tang Clan und veröffentlichte bisher sieben Solo-Alben. Ebenfalls anwesend aus den USA: Havoc (ehemals Mobb Deep) und Big Noyd.

Die Schweiz wird unter anderem von der siebenköpfigen Truppe «La Base & Tru Comers» vertreten. Die Bieler gelten in der Schweiz als Rapper, die den Sprung über den Röstigraben schon längstens gemacht haben.

Plattenbörse und Graffiti Jam

Für das 10-Jahr-Jubiläum von «Make the Hood look Good» haben sich die Organisatoren einige Neuerungen einfallen lassen. Dazu gehören unter anderem eine Plattenbörse, ein Graffiti Jam und die frühere Türöffnung. Das Festival beginnt neu schon eine halbe Stunde früher, um 15.30 Uhr.

In den zehn Jahren haben die Veranstalter viel gelernt, wie Lorin Segrada sagt: «Wir sind sicherlich viel lockerer geworden. Die Organisation wird von Jahr zu Jahr leichter, was jedoch nicht heissen soll, dass wir nicht mehr viel Arbeit haben», fügt er lachend an. Das OK investiere tausende von Stunden, dazu kommen die rund 100 Helfer, die engagiert für das Gelingen des Festivals arbeiten. «Zusätzlich haben wir auch das Glück, auf einige langjährige Sponsoren zählen zu dürfen.»

Was sich ausserdem auch verändert habe, seien die Dimensionen. «Heute buchen wir sicherlich mehr Hotelzimmer und organisieren mehr Fahrdienste als früher.»

Am wichtigsten sei am Ende, dass die Besucher zufrieden seien: «Wir wollen das maximale Festivalerlebnis bieten und haben an uns selbst den Anspruch, uns jedes Jahr zu toppen.»