Heinz Zaugg betont: «Wir wollen eine Lösung herbeiführen, die gegenüber dem jetzigen Zustand sowohl den Anwohnern wie der Sportstätte zugute kommt.»

Zweierlei Interessen

Was war zuerst, das Ei oder das Huhn? Zaugg weiss es auch nicht, im Fall des Brügglifelds verweist er aber auf die Geschichte dieses Gebiets, wo schon immer dem Sport gefrönt worden sei, sowohl mit Eislaufen wie mit Fussball. Die Wohnquartiere von Suhr und Aarau, die sich mit den Nebenwirkungen einer solchen Sportstätte konfrontiert sehen, seien erst später an die Sportanlagen herangewachsen. Eine Polemik darüber heraufzubeschwören, ob nun öffentliches oder privates Interesse zu bevorzugen sei, ist deshalb seiner Meinung nach fehl am Platz.

Auf die Anliegen der Anwohner sei stets Rücksicht genommen worden, obwohl die Lärmimmissionen nachweislich kaum Grenzwerte überschritten hätten. Als Beispiel solcher Rücksichtnahme nennt Zaugg die Einstellung des Tennisbetriebs auf dem Aussenfeld im Sommer. Auch als Massnahmen wie Tempo 30 getroffen worden seien, um den Verkehr zu beruhigen, habe die Keba nicht opponiert, sagt Zaugg. «Die neue Parkplatzordnung bei der Eishalle ist nicht zum Vorteil der Keba-Besucher, bekämpft aber die Fremdparkierer und somit das Verkehrsaufkommen.» Für Heinz Zaugg ist es aber verständlich, dass in lärmarmen Zonen jedes Geräusch stossend sein kann.

Bei schlechtem Wetter bleibt das Aussenfeld unbenutzt. Zaugg schätzt die Dauer auf ein Drittel der Öffnungszeiten. «Dieser Ausfall geht eindeutig zulasten der Schulen, die ihren Unterricht verständlicherweise nicht im Regen durchführen wollen.»

Bereits vor zwölf Jahren habe man sich deshalb mit der Überdachung des Aussenfeldes befasst. Im Jahr 2002 wurde ein entsprechendes Gesuch bei der Bauverwaltung in Suhr eingereicht. Anwohner hatten dagegen Einwendungen erhoben, worauf die Keba das Projekt gemäss Zaugg sistierte. Jetzt wird über ein neues abgestimmt (siehe Text unten).

Mit den drei Trägergemeinden Aarau, Buchs und Suhr wurden für die neue Keba Standort-Alternativen geprüft. Der Entscheid, die Keba im Brügglifeld zu belassen, ist für Zaugg mithin auch darin begründet, dass sieim Zentrum der umliegenden Schulen steht. Andere Standorte hätten zudem den Platzbedarf für die Anlagen (Eislauf/Curling) nicht abdecken können und die Kosten einer Verlegung wären auf 35 bis 40 Mio. Franken zu stehen gekommen.

Vom Lärm abgeschirmt

Heinz Zaugg: «Das neue Projekt verkleinert das Aussenfeld, überdacht es mit einer durchscheinenden Membrane und verlegt das Kühlaggregat. Durch einen neuen Trakt mit Kasse, Restaurant und Garderoben werden die Anwohner von den Keba-Immissionen fast gänzlich abgeschirmt.» Weiter seien künftig keine publikums- und lärmintensiven Sommerveranstaltungen zugelassen.

Heinz Zaugg erinnert die Anwohner daran, dass sie in keiner Weise Einwendungen gegen die Verlegung des Aussenfeldes und die notwendigen Bauten angebracht hätten, als sie über das Projekt informiert worden seien. Vielmehr seien Argumente in Bezug auf Lärm und Verkehr ins Feld geführt worden. «Unter diesen Voraussetzungen war es leider nicht möglich, an der Einwendungsverhandlung einen gemeinsamen Konsens zu finden.»