Das Komitee möchte den Gemeinderat mit Heinz Pfluger auffrischen. Seit der Ersatzwahl setzt sich der Gemeinderat wie folgt zusammen: Markus Lüthy (SVP), Gemeindepräsident, Hans Rudolf Hubeli (FDP), Vizepräsident, Roberto Heller (SVP), Monika Schenker (CVP) und der bereits genannte Richard Meier. Es sei wichtig, dass im Gemeinderat Kontinuität herrsche, liessen die Ortsparteien in einem Flugblatt verlauten.

Unterschiedliche Persönlichkeiten

Zu dieser Aussage stehen nebst der im Gemeinderat dominierenden SVP auch die FDP, die CVP und die SP. Dass der Gemeinderat einseitig orientiert sei, stellen die Parteien mit dem Hinweis in Abrede, dass der Gemeinderat sich aus Persönlichkeiten mit unterschiedlichen beruflichen Ausrichtungen, Erfahrungen und Interessen zusammensetze. «Dies erlaubt dem Gemeinderat, die verschiedenen Geschäfte immer aus mehreren Gesichtspunkten zu betrachten.»

Einen weiteren Gesichtspunkt will Pfluger einbringen. Ein Indiz dafür, dass dies einem Bedürfnis entsprechen könnte, war der Aufmarsch, als Pflugers Kandidatur in der «Trotte» präsentiert wurde. Über 70 Personen wollten ihn näher kennenlernen. Der 51-jährige Pfluger arbeitet bei der Kantonspolizei und ist für die Ausbildung des Polizeinachwuchses verantwortlich. In Erlinsbach wohnt er seit 20 Jahren, er ist verheiratet und Vater einer Tochter in Ausbildung.

Seit 2004 wirkt Pfluger in der Schulpflege als Präsident. Er stellte sein Wissen als Polizist der Verkehrskommission zur Verfügung. Aus der FDP ist er ausgetreten, weil ihm, wie er sagt, «die politischen Aktivitäten fehlten». Die Parteipolitik brenne in Erlinsbach auf kleinem Feuer.

Kompetenz in Sachen Bildung

«Mir ist das politische Interesse nicht abhandengekommen», sagt Heinz Pfluger, «und nach 20 Jahren Erlinsbach sind mir die Geschicke des Dorfes wichtig.» Ende Jahr scheidet Pfluger aus der Schulpflege aus und wäre bereit, seine Erfahrung, insbesondere in Sachen Schule und Bildung, weiterhin einbringen zu können. «Bildung ist ein wichtiger Faktor für die Standortqualität einer Gemeinde.» Das sage er durchaus im Wissen, dass Bildung viel Geld koste.

In Erlinsbach bietet die Übergangsrente für vorzeitige Pensionierungen der Gemeindeangestellten, die am Wahlwochenende zur Abstimmung kommt, fast für mehr Gesprächsstoff als die Gemeinderatswahlen. An der Gemeindeversammlung war die Übergangsrente knapp angenommen worden.

Pfluger ist überzeugt, dass es damals an klaren Informationen fehlte, damit ein eindeutiges Resultat zustande kommen konnte. Die Bürger mit ihren Sorgen und Anliegen ernst nehmen, sei ihm ein besonderes Anliegen.