Aarau
Hat der Stadtteil Rohr ein Abfallproblem?

Im neuen Stadtteil Rohr ist man unzufrieden mit der Abfallentsorgung. Die Kosten sind gestiegen, das Angebot hat sich verringert. Die Kosten hätten sich nach der Fusion fast verdoppelt.

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Gestiegene Kosten

Gestiegene Kosten

Toni Widmer

Für «einen Grossteil der Bevölkerung des Stadtteils Rohr» hätten die Abfallentsorgungskosten nach der Fusion «stark zugenommen», halten die Einwohnerräte Franziska Graf (SP) und Thomas Richner (SVP) in einer Anfrage fest. Noch im letzten Jahr habe eine durchschnittliche Familie pauschal pro Jahr 300 Franken für die Kehrichtbeseitigung bezahlt, heute belaufe sich der Betrag dank verschiedenen Gebühren «schnell einmal» auf über 500 Franken.

Unterschiedliche Zahlen betreffen auch die «spezifischen Kosten» bei der Abfallentsorgung, in Rohr waren es vor der Fusion 226 Franken pro Tonne, in Aarau aber 324 Franken. Die beiden Parlamentarier möchten deshalb vom Stadtrat wissen, wie sich die Differenz erklärt und ob Möglichkeiten zur Kosteneinsparung oder Gebührenreduktion bestehen.

Auf der Gegenseite sei das Angebot im neuen Aarauer Stadtteil reduziert worden, monieren die beiden Einwohnerräte. Namentlich sind die Benützungszeiten der Multisammelstelle in Aarau Rohr zur Entsorgung von Steinmaterialien und Altmetall «stillschweigend» den Öffnungszeiten des Werkhofes Aarau angepasst worden, entgegen früheren Versprechungen.

Deshalb fragen die beiden Parlamentarier den Stadtrat nach dem Grund und dem Zeitpunkt dieser Änderung, die einer Verschlechterung des Services gleichkommt. Angeregt wird, dass die betreffenden Entsorgungsmulden aus Rücksicht auf die arbeitende Bevölkerung «mindestens am Samstagmorgen» wieder geöffnet sein sollten. (hr)