Gränichen
Harte Schale, weicher Kern: Vegan-Menü für Metal-Musiker

Das Open Air im Gränicher Moortal ist bei Heavy-Metal-Fans weitherum bekannt und tut viel, um die Musiker bei Laune zu halten. Auch besondere Wünsche wurden am Wochenende erfüllt.

Sibylle Haltiner
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Auftritt Danko Jones
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Auftritt Danko Jones
Auftritt Danko Jones
Auftritt Danko Jones
Open Air Gränichen 2015
Jürg Müller präsentiert das Shöttli-Kroki
Verkaufsstände decken die Festivalbesucher mit den passenden Kleidern ein
Kafi und Kueche gibt's bei den Pfadfindern
Essen gibt's nur gegen Bon
Die Wasserspritze ist eine willkommene Abkühlung
Die Soundtechniker sorgen für die richtige Mischung und Lautstärke
Der Schatten ist begehrt
Die 'Hai Society' trifft sich auf höherem Niveau
Die Security ist überall am Open Air präsent
Am Samstagnachmittag ist's noch ruhig in der Hawaii-Bar
Beim Soundcheck hören die Musiker konzentriert hin und geben Anweisungen an die Techniker

Auftritt Danko Jones

André Albrecht

Gute Organisation und viel Flexibilität sind gefragt, will man ein Open Air wie das Gränicher Festival im Moortal durchführen. 450 freiwillige Helfer mussten organisiert und Bands engagiert werden. Fünf Acts standen für Freitag auf dem Programm, 13 weitere am Samstag sowie zwei DJs. Alles war bestens aufgegleist – doch am Mittwoch kam die Hiobsbotschaft: Eine Gruppe musste ihren Auftritt wegen Rückenproblemen eines Mitglieds absagen. «Unsere Booking-Gruppe ist sehr gut vernetzt, innerhalb von 24 Stunden war ein Ersatz organisiert» sagt OK-Mitglied Michael Gräni zufrieden. Die Genfer Band Promethee sprang kurzfristig ein. «Die Bands sind heutzutage flexibel», so Gräni.

Kein Wasser aus den USA

Auch bei der 21. Ausgabe des Gränicher Open Airs hielten die Organisatoren am bewährten Stil-Mix fest: Am Freitagabend sprachen Peach Weber, EAV und Heinz de Specht neben den jungen Festivalbesuchern auch ein gesetzteres Publikum an, am Samstag wurde es mit den Metal- und Hardrock-Bands deutlich lauter.

Alle Künstler kamen dabei in den Genuss einer Rundumbetreuung, die für ausländische Bands bereits am Flughafen begann. Auf die verschiedenen, oft ausgefallenen Wünsche werde nach Möglichkeit eingegangen, alle könnten jedoch nicht erfüllt werden, erklärten Lea Maissen und Valentin Schmid, die am Open Air für die Bandbetreuung zuständig sind. Statt amerikanisches Wasser wurde dann eben eines aus der Schweiz bereitgestellt. «Man muss spüren, was wirklich wichtig ist.» In diese Kategorie fiel der häufig geäusserte Wunsch nach veganem Essen. Harte Schale, weicher Kern treffe wohl auf viele Metal-Musiker zu, sagten die beiden Band-Verantwortlichen, und fügten an: «Aber sie sind sehr angenehm.»

«Murder»-Drink oder Kaffee?

Für die rund 3500 Festivalbesucher, die am Wochenende nach Gränichen kamen, stand kein veganes Essen zur Verfügung, dafür gab es mehrere Verpflegungsstände mit einer grossen Auswahl sowie zwei Barzelte. Rund ein Dutzend Helfer arbeiteten am Samstagabend hinter der Theke der Hawaii-Bar, schenkten Bier aus und mischten routiniert Cocktails. Der «Murder»-Drink, eine Mischung aus verschiedenen Wodkas und Fruchtsäften, sei bei den Musikfans sehr beliebt, verriet Barteam-Leiter Jürg Müller. Oder das Shöttli-Kroki, ein Trinkspiel.

Wer nach dem Barbesuch wieder etwas Boden brauchte, fand diesen gleich nebenan: Dort bot die Pfadi Blaustein Kaffee und Kuchen an.

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