Suhr

Harte Kritik an geplanter Urnenabstimmung: FDP opponiert gegen «kalten Weg»

Gemeinde Suhr vom Suhrerkopf her

Gemeinde Suhr vom Suhrerkopf her

«Wieso dieses Geschäft keinen Aufschub zulässt, ist schleierhaft», schreibt die FDP Suhr. Die Freisinnigen greifen den Gemeinderat Suhr an, der für den 28. Juni eine Urnenabstimmung angesetzt hat, weil er die ordentliche Gemeindeversammlung vom 11. Juni wegen Corona absagen musste. Insbesondere der Verpflichtungskredit Umgebung Schulhaus Dorf dürfe nicht ohne seriöse politische Diskussion «einfach so auf ‹kaltem Weg› an den interessierten und engagierten Stimmbürgern vorbei an der Urne entschieden werden».

Die Umgebungsgestaltung Schulzentrum Dorf ist in Suhr seit Jahren ein heisses Eisen. Im November 2016 hatte der Gemeinderat einen Kredit von 2,6 Millionen Franken kurzfristig von der Traktandenliste der Gemeindeversammlung genommen. Wegen Bedenken aus der Bevölkerung und Finanzkommission bezüglich zu hoher Kosten, wie der Gemeinderat jetzt im «Suhr plus» schreibt.

Er hat sich zwischenzeitlich für ein etappenweises Vorgehen in kostengünstigeren Teilschritten entschieden. «Der Gemeinderat rechnet für 2021 bis 2015 mit Kosten für die Umgebungsgestaltung von 150000 Franken pro Jahr, also mit insgesamt 750000 Franken», heisst es im «Suhr plus».

Einem entsprechenden Kredit sollen die Suhrer am 28. Juni zustimmen. Das Geschäft sei entscheidungsreif, betont der Gemeinderat. Das Gleiche gilt für andere Geschäfte, die namentlich noch nicht bekannt sind. (uhg)

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