Handgranaten-Wurf
Handgranatenangriff – Bund übernimmt Fall, weil Sprengstoff im Spiel ist

Die Ermittlungen über den Handgranatenangriff eines Bosniers auf seine Frau in Buchs sind von der Bundesanwaltschaft übernommen worden. Bei Sprengstoff ist das üblich, sagt der Oberstaatsanwalt. Beim Angriff wurde die Ehefrau leicht verletzt.

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Handgranate

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Die Bundesanwaltschaft übernehme üblicherweise Fälle, in denen Sprengstoff im Spiel ist, bestätigt Philipp Umbricht, leitender Aargauer Oberstaatsanwalt auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Der mutmassliche Täter befindet sich vorderhand weiter in der Obhut der Aargauer Behörden.

Der 55-jährige Mann hatte am vorletzten Donnerstagmorgen auf offener Strasse eine Handgranate gegen seine 59-jährige Ehefrau geworfen. Sie wurde dabei verletzt. Das Ausmass der Tat kam erst im Verlaufe der nachfolgenden Tage ans Tageslicht.

Der Mann flüchtete zunächst in seine Heimat, kehrte jedoch in der Nacht auf letzten Sonntag wieder in die Schweiz zurück. Dabei wurde er bei der Einreise in Chiasso festgenommen und den Aargauer Justizbehörden übergeben.

Ein Grossteil der illegalen Waffen in Privatbesitz stamme aus ehemaligen Kriegsgebieten, wobei die Dunkelziffer hoch sei, so Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei Aargau. Der Konfliktforscher Albert Stahel sagte gegenüber Tele M1, die Waffen hätten durch den «Kriegstourismus» in den 90er-Jahren ihren Weg in Schweizer Haushalte gefunden.

Tatort Handgranatenwurf auf Ehefrau: Lenzburgerstrasse in Buchs

Tatort Handgranatenwurf auf Ehefrau: Lenzburgerstrasse in Buchs

Patrick Züst

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