«Ich bin auf dem Weg nach Rheinfelden in die Physiotherapie. Ich habe mir letzten Dezember im Handballtraining mein Kreuzband gerissen. Es ist ein langwieriger Prozess: Seit zehn Wochen gehe ich an den Krücken und ich habe noch zwei Wochen vor mir. Operiert wurde ich am 22. Januar. Insgesamt dauert es rund neun bis zwölf Monate, bis ich wieder voll einsatzfähig bin.

Für mich ist diese Handballsaison also gelaufen. Ich spiele für den Handballverein Herzogenbuchsee – im Nati-A-Frauenteam. Ich komme aus einer Handballer-Familie. In der Woche absolviere ich normalerweise vier Mannschaftstrainings und drei Individualtrainings. Am Wochenende finden die Spiele statt. Im Moment ist das Team im Mittelfeld klassiert.

Ich habe die Sportmatura abgeschlossen. Diese dauert ein Jahr länger als die reguläre Matura, also fünf Jahre. Wir hatten pro Woche weniger Unterrichtsstunden und bestimmte Zeitfenster, um uns dem Sport zu widmen. Bevor ich mit dem Studium beginne, habe ich mich entschieden, ein Zwischenjahr einzulegen. Ich wollte mal sehen, wie es ist zu arbeiten. Ich arbeite als administrative Assistentin am Institut für Biomedizinische Technik an der ETH. Angestellt bin ich am Lehrstuhl ‹Translational Neuromodeling›. Es ist eine gute Erfahrung, mal zu arbeiten, aber ich freue mich auch aufs Studium. Ab nächstem Herbst möchte ich Jura studieren – in Bern. Ich finde Bern eine super Stadt und mein Handballverein liegt auf dem Weg. Ich gehe auch hin und wieder in Bern aus. Das Restaurant Altes Tramdepot ist super. 

Im ersten Jahr werde ich voraussichtlich noch pendeln, danach wäre eine Wohngemeinschaft in der Stadt sicher toll. Eigentlich wollte ich im Sommer, bevor ich mit dem Studium beginne, noch auf Reisen gehen. Aber nun weiss ich nicht recht, ob das mit dem Knie möglich sein wird. Ich werde mich spontan entscheiden müssen.» (kbw)