Region Aarau
Gutgläubige Seniorin übergibt Enkeltrick-Betrügern 50'000 Franken und Schmuck

Mit dem sogenannten Enkeltrick erbeuteten Unbekannte bei einer Seniorin rund 50'000 Franken und teuren Schmuck. Die Kantonspolizei warnt einmal mehr vor diesen Betrügern und ihrer Masche.

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Die Polizei warnt: Seien sie misstrauisch und übergeben sie niemals Geld an Unbekannte.

Die Polizei warnt: Seien sie misstrauisch und übergeben sie niemals Geld an Unbekannte.

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Die in der Region Aarau wohnhafte Seniorin erhielt am Montag 17. Februar den Anruf einer Frau, die sich als Cousine ausgab. Diese erzählte der 80-Jährigen, dass sie wegen eines Autokaufes dringend Geld benötige. Im Verlauf des Gesprächs schaffte es die vermeintliche Cousine, das Vertrauen der Seniorin zu erschleichen.

Wichtige Tipps

Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt. Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Rufen Sie die jeweilige Person unter der bisher bekannten und benutzten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

Diese zeigte sich schliesslich bereit, ihr Geld zu leihen und versprach ihr auch noch Schmuck. Gleichentags hob die 80-Jährige dann bei der Bank 50'000 Franken ab. Wie am Telefon mit der «Cousine» vereinbart erschien einen Tag später deren «Notarin» bei der Seniorin, um das Geld abzuholen. Der eleganten Südländerin übergab die 80-Jährige das ganze Geld und überdies noch Dutzende von Schmuckstücken im Wert von mehreren zehntausend Franken.

Als die vermeintliche Cousine am nächsten Tag abermals anrief und um Geld bat, schöpfte die Seniorin Verdacht. Sie erstattete in der Folge bei der Kantonspolizei Aargau Anzeige. Dieser jüngste Fall eines erfolgreichen Enkeltrickbetrugs zeigt auf tragische Weise, wie geschickt diese aus dem Ausland operierenden Banden sind.

In deren Fokus stehen ausschliesslich ältere Menschen, deren Namen sie im Telefonbuch finden. Die regelmässig bei der Kantonspolizei eingehenden Meldungen zeigen auf, dass diese Kriminellen auch im Aargau sehr aktiv sind. (az)