Aarau/Buchs
Güsel-Sheriff schenkt den Behörden eine Infrarot-Fotofalle

Der Niederlenzer Heinz Steinmann forderte, dass der Kanton wegen der Abfalldeponien im Rupperswiler Wald Infrarotkameras installieren, doch er blitzte ab. Dagegen hat er ein anderes Ziel nun erreicht.

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Heinz Steinmann vor einem Abfallhaufen im Wald bei Aarau und Buchs.

Heinz Steinmann vor einem Abfallhaufen im Wald bei Aarau und Buchs.

Sabine Kuster

Die abschlägige Antwort des Kantons hat den Niederlenzer Heinz Steinmann nicht gebremst. Obwohl das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) ihm mitteile, man wolle keine Kameras aufstellen, um die Abfallkübel im Rupperswiler Wald zu überwachen, ging Steinmann am Freitag kurzerhand beim Kanton vorbei und schenkte Fredy Rüegger vom BVU seine Infrarot-Fotofalle. Drei Abfallsünder hatte er täglich damit erwischt, als er sie im November probeweise zwei Wochen auf einem Rastplatz an der Hauptstrasse nach Rupperswil montiert hatte.

«Ich habe die Kamera entgegengenommen und werde sie an die Polizei weiterleiten», sagt Fredy Rüegger. Auch für die Forderung von Steinmann, man solle abklären mit dem Datenschützer, ob solche Kameras legal aufgestellt werden dürfen, werde er «Briefträger» spielen. Denn entscheiden muss darüber der Aarauer Polizeichef Daniel Ringier. Mit ihm hat Steinmann noch nie Kontakt aufgenommen. Ringier sagt, er wisse noch nicht, ob er beim Datenschützer einen Antrag stellen werde. Auf jeden Fall setze er weiterhin die polizeilichen Schwerpunkte selber, in den letzten Wochen seien diese die Prävention von Einbrüchen gewesen.

Sicher ein Ziel hat Heinz Steinmann mit seiner Hartnäckigkeit nun aber erreicht: Der Kanton wird die vier Abfallkübel auf den Rastplätzen an der Hauptstrasse nach Rupperswil in den nächsten Tagen abmontieren. Sie sollen nicht länger Leute anziehen, die ihren Abfall nicht in den Gebührensäcken entsorgen wollen. (kus)

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