Bundesgericht
Grünes Licht für das neue Aarauer Fussballstadion: «Wir können nun vorwärts machen»

Das neue Fussballstadion Torfeld-Süd in Aarau kann gebaut werden. Das Bundesgericht hat die Beschwerde eines Anwohners gegen die Baubewilligung abgewiesen und damit den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau bestätigt.

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Das Bundesgericht kommt in seinem Urteil zum Schluss, dass die Grenzwerte für Lärm- und Luftimmissionen durch das Stadionprojekt nicht überschritten werden.

Der Beschwerdeführer hatte die Doppelnutzung eines Personal-Parkhauses bei Grossanlässen im Stadion kritisiert. Wie das Bundesgericht in seinem am Freitag publizierten Urteil ausführt, wird es zu 7200 zusätzlichen Fahrten pro Jahr kommen. Umgerechnet seien dies 20 Mehrfahrten pro Tag. Dies bewirke keine wahrnehmbaren Lärmzunahmen.

Die Bundesrichter rechnen vor, dass es auch beim Ausstoss von Stickstoffdioxid nicht zu grossen Auswirkungen im Bereich der Wohnstrasse des Beschwerdeführers kommen werde.

Stadtrat Lukas Pfisterer, Bauvorstand, und FC-Aarau-Präsident Alfred Schmid, rechts, freuen sich über den möglichen Baustart des neuen Fussballstadions auf dem Torfeld Süd, Aarau, 3. Juni 2016.
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Auf dem Torfeld Süd wird das neue Aarauer Fussballstadion gebaut, 3. Juni 2016.
Der Stadion-Gegner scheitert ein weiteres Mal vor Bundesgericht
Blick hinein: So soll das Stadion innen aussehen. Es soll Platz für 10'000 Zuschauer bieten.
Das geplante Stadion im Quartier Torfeld-Süd - es wird vom Bahnhof Aarau in nur fünf Minuten erreichbar sein.
Auf dem Areal im Torfeld-Süd, wo das Stadion gebaut wird, fanden schon im November 2015 Abrissarbeiten statt.
Blick auf die Bauarbeiten auf dem Stadion-Areal aus anderer Perspektive. (November 2015)
Der Eingang ins Stadiongebäude heisst Stadtloggia
Visualisierung: So soll das Aarauer Fussballstadion aussehen
Modell des geplanten Aarauer Fussballstadions im Torfeld Süd
Modell des geplanten Aarauer Fussballstadions im Torfeld Süd
Modell des geplanten Aarauer Fussballstadions im Torfeld Süd
Das alte Projekt lag 2009 öffentlich auf und wurde dann sistiert.

Stadtrat Lukas Pfisterer, Bauvorstand, und FC-Aarau-Präsident Alfred Schmid, rechts, freuen sich über den möglichen Baustart des neuen Fussballstadions auf dem Torfeld Süd, Aarau, 3. Juni 2016.

Alex Spichale

Das Lausanner Gericht hat darüber hinaus alle formellen Anträge abgewiesen. Es hält ausserdem fest, dass der Gestaltungsplan für das Projekt durch die Gerichte nicht mehr geprüft werden musste. Dies hatte der Anwohner verlangt. Gemäss Bundesgericht hatte er bereits bei der Auflage des Projekts die Möglichkeit gehabt, dagegen vorzugehen.

In Aarau herrscht Freude

"Wir sind über den Entscheid des Bundesgerichts sehr erfreut", sagte der Aarauer Stadtrat Lukas Pfisterer (FDP) auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. "Wir können und wollen nun vorwärts machen."

Ein langjähriger Planungs- und Bewilligungsprozess sei endlich abgeschlossen. Stadtrat Pfisterer ist für das Ressort Hochbau und Raumplanung zuständig.

Wann die Baumaschinen auffahren werden, steht gemäss Pfisterer noch nicht fest. Nach dem Entscheid des Bundesgerichts liegt für die Dauer von zwei Jahren eine rechtskräftige Baubewilligung vor.

Die Stadt werde gemeinsam mit der Bauherrschaft HRS Real Estate AG eine Auslegeordnung vornehmen, sagte Pfisterer: "Wir machen nun Nägel mit Köpfen."

Der Stadtrat von Aarau hatte die Baubewilligung im Mai 2014 erteilt. Der Spatenstich für das Projekt war ursprünglich für Herbst 2014 geplant gewesen. Das 10'000 Plätze zählende Fussballstadion Torfeld-Süd sieht Investitionen von 36 Millionen Franken vor.

Im Mantel des neuen Stadions sollen ein Einkaufszentrum sowie Büros, Wohnungen und Räume für Detailhandel und Gastronomie untergebracht werden.

Zusammen mit dem neuen Fussballstadion entsteht im Gebiet Torfeld Süd - in einem ehemaligen Industriegebiet östlich des Bahnhofs Aarau - für 170 Millionen Franken ein völlig neuer Stadtteil.

(Urteil 1C_507/2015 vom 18.05.2016)

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