Aarau
Grüne wollen bei Stadtratswahlen ein Wörtchen mitreden

Der Vorstand der Grünen Aarau schlägt Markus Hutmacher als Stadtrat vor. Mit 12 Prozent Wähleranteil habe man einen Anspruch darauf, verkündet die Partei.

Sabine Kuster
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Markus Hutmacher will den Drive der Grünen nutzen.

Markus Hutmacher will den Drive der Grünen nutzen.

Am 21. März werden die Grünen Aarau ihre Kandidatur für den Stadtrat bestimmen. Der Vorstand empfiehlt, Markus Hutmacher ins Rennen zu schicken. Die Partei begründet ihren Anspruch auf einen Vertreter im Stadtrat damit, dass man einen Wähleranteil von rund 12 Prozent habe und damit die viertstärkste Partei in der Stadt sei.

«Unsere Wählerinnen und Wähler haben Anrecht auf eine angemessenen Vertretung in der städtischen Exekutive», sagt Parteipräsidentin Susanne Klaus.

Die Grünen sind nach der Wahl von Geri Müller zum Stadtammann von Baden zuversichtlich: Es zeige, dass «die gute Arbeit grüner Exekutivmitglieder» auch von den Wählerinnen und Wählern honoriert werde, so Klaus.

Seit fünf Jahren im Einwohnerrat

Markus Hutmacher ist seit 2008 Einwohnerrat, Fraktionschef der Grünen und Mitglied der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission. Der 50-Jährige gilt als engagierter Politiker. «Er vertritt seine Geschäfte mit Geradlinigkeit», findet Parteipräsidentin Klaus.

Er ist ein klarer Grüner: «Das Prinzip der Nachhaltigkeit muss die Grundlage aller Entscheidungen bilden», sagt er, dabei gelte es, die Auswirkungen auf die Menschen im Blick zu behalten. Deshalb liege ihm auch «eine ausgewogene Finanzpolitik» am Herzen und eine, die auch die Interessen der Kultur, der Bildung und der schwächeren Mitglieder der Gesellschaft berücksichtige. Natürlich können man nicht mehr ausgeben, als man einnehme. «Aber eine reine Sparpolitik bringt es nicht», so Hutmacher.

Er wird als Bauplaner portiert

Markus Hutmacher ist Architekt und Mitinhaber eines Architekturbüros. «Ein klassischer KMU-Betrieb, der auch Lehrlinge ausbildet», sagt Hutmacher. Die Interessen des Gewerbes und der Wirtschaft seien ihm deshalb vertraut. Bei Investitionen wolle er eine hohe Qualität.

Dennoch findet er: «Der gegenwärtige Stadtrat neigt bei grossen Investitionen zu Luxus-Lösungen. Manchmal wäre weniger mehr.»

Er sei aufgrund seiner beruflichen Erfahrung in der Lage, Bauprojekte kompetent zu begleiten, werben die Grünen für ihren Kandidaten. «Mein Eindruck ist, dass es nicht schaden kann, wenn die Kompetenz in planerischen und baulichen Fragen im Stadtrat verbessert wird», sagt Hutmacher.

Im Einwohnerrat hat sich Hutmacher oft bei Baufragen zu Wort gemeldet, so bei der Sanierung der Keba, der Badi, der Sporthalle und nun bei der Suche nach einem alternativen Standort des Kinderhortes im Gönhard.

Markus Hutmacher, wohnt im Gönhard ist verheiratet und Vater eines 9-jährigen Sohnes und einer 13-jährigen Tochter. Er organisiere den Alltag so, dass er «einen wesentlichen Anteil» der Familienarbeit übernehmen könne.

Auf die Frage, wie er seine Chancen auf einen Sitz im Stadtrat einschätze, sagt Hutmacher: «Es ist eine realistische Kandidatur.»

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