Der Präsident der Gesellschaft zur Förderung des Stadtmuseums (GFSM) machte im Gegenteil darauf aufmerksam, dass in der grossen Baugrube nicht nur ein Bagger steht, sondern gleich deren drei: «Es sollte jetzt vorwärtsgehen.»

Den Zeitrahmen, den zurückgelegten und den kommenden, steckte Vizeammann Carlo Mettauer ab: 1939 ist der historische Schlössli-Turm als Museum umgenutzt worden, vor 20 Jahren begann man, sich mit der Erweiterung des Stadtmuseums auseinanderzusetzen, 2005 erteilte der Einwohnerrat einen Studienauftrag, 2009 bewilligte der Souverän den Baukredit von 14 Mio. Franken. Und in zwei Jahren soll das neue Museum in Betrieb genommen werden.

Planung und Bau des neuen Museums seien nicht nur eine respektable Herausforderung, sondern verlangten auch Verantwortung und Bescheidenheit gegenüber der Geschichte der Stadt ab, sagte Architekt Martin Steinmann. Mit dem neuen Standort im Garten der alten Münz, ursprünglich war die Terrasse für den Erweiterungsbau vorgesehen, könnten die zwei Bauten, Turm und Neubau, mit einer Treppe und einem Lift zu einem Ganzen zusammengeführt werden. Die Terrasse bleibt frei, doch der Schlossplatz wird sich grundlegend verändern. Stadtbaumeister Felix Fuchs wies darauf hin, dass das neue Museum schweizweit eines der ersten mit Minergie-Eco-Standard sein dürfte.

Museumskuratorin Kaba Rössler verwies auf die demografische Entwicklung, die Stadt und Kanton in den nächsten Jahren erwartet. Unter dem Aspekt einer zunehmend heterogenen Bevölkerung sei es wichtig, dass ein Museum Wegmarken auf der Suche nach Identitäten abbilde und die Geschichte mit gesellschaftlicher Relevanz darstelle. Zum Schluss der Reden und vor der Wurst vom Grill blieb es Philipp Kim vorbehalten, insbesondere auch den Mitgliedern der von ihm präsidierten Gesellschaft zu danken, ohne deren Einsatz, deren Ausdauer und Vision der Neubau nicht zustande gekommen wäre, wie er sagte.