Auenstein

Grosszügige Ortsbürger schenken die Heizung fürs neue Schulhaus

Der Baukredit für die neue Schulanlage wird erst im November beschlossen. Doch das Geld für die 550000 Franken teure Heizung ist bereits vorhanden (Archivbild).

Der Baukredit für die neue Schulanlage wird erst im November beschlossen. Doch das Geld für die 550000 Franken teure Heizung ist bereits vorhanden (Archivbild).

Der Baukredit für die neue Schulanlage wird erst im November beschlossen. Doch das Geld für die 550000 Franken teure Heizung ist bereits vorhanden.

Die Einwohnergemeinde Auenstein wird am 14. November über den Baukredit für das neue Schulhaus befinden. Die Ortsbürger sorgen nun dafür, dass es die Schüler darin auch wohlig warm haben werden. Die Ortsbürgergemeinde hat nämlich an der ausserordentlichen Versammlung am Montagabend mit 26 gegen 10 Stimmen beschlossen, der Einwohnergemeinde die für die Heizzentrale nötigen 550'000 Franken zu schenken.

Das Geschenk war vorgespurt: Am 29. Januar hatte sich nämlich die Einwohnergemeinde in einer Konsultativabstimmung gegen eine Wärmepumpe mit Erdsonden (29 Stimmen) und für eine Holzschnitzelheizung (77 Stimmen) ausgesprochen. Die Wärme aus dem Untergrund käme zwar etwas günstiger, doch die Versammlungsteilnehmer waren der Ansicht, die Schulanlagen sollen mit «Oil of Auenstein» beheizt werden. Die Konsultativabstimmung, die den einheimischen Energieträger Holz bevorzugte, war für den Gemeinderat verbindlich. Er analysierte die Voten und verarbeitete diese in ein Finanzierungskonzept. Am 23. Juni sprachen sich die Ortsbürger auf eine unverbindliche Anfrage des Gemeinderates hin für eine Beitragsleistung aus.

Den Antrag, dass dies in Form einer Schenkung geschehen soll, haben die Ortsbürger an der Gmeind am Montag nun akzeptiert. Ein zinsloses Darlehen wäre auch möglich gewesen. Dafür hätten die Ortsbürger nicht mal angefragt werden müssen. Allerdings hätte sich das Guthaben der Ortsbürger bei der Einwohnergemeinde um diesen Betrag erhöht. Mit den 550'000 Franken wird denn auch in erster Linie das Kontokorrentguthaben der Ortsbürger von 380'000 Franken gegenüber der Einwohnergemeinde getilgt.

Schenkung verpflichtet

Als Gegenleistung verpflichtet sich die Einwohnergemeinde, während der Laufzeit der geplanten Holzheizung die notwendigen Holzschnitzel von der Forstverwaltung der Ortsbürgergemeinde zu beziehen.

Die Kosten für die Heizanlage werden auf rund 540'000 Franken geschätzt. Darin nicht enthalten sind die Fernleitung zur bestehenden Schulanlage. Diese Anlagekosten von rund
1 Million Franken werden an der Einwohnergmeind im November Teil eines separaten Traktandums sein.

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