Aarau
Grossmutter mit spitzem Gegenstand getötet – U-Haft für Enkel beantragt

Der 27-jährige Schweizer, der in Verdacht steht, seine Grossmutter in ihrem Haus in Aarau umgebracht zu haben, konnte ein erstes Mal befragt werden. Die Staatsanwaltschaft hat Untersuchungshaft beantragt. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Roman Michel
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81-jährige Frau in Aarau umgebracht
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Die Tochter der 81-jährigen Frau machte sich Sorgen, weil sie ihre Mutter telefonisch nicht erreichen konnte.
Ermittler suchen an der Tannenstrasse Spuren.
Die Ermittlungen sind in vollem Gange.
Auf Spurensuche mit dem Hund
Die Kantonspolizei sucht in der Nachbarschaft nach Spuren
Die Polizei durchsucht die benachbarten Gärten
Das Tatmotiv ist noch unbekannt.
Die Polizei hat eine Obduktion der Leiche angeordnet.
Vor dem Haus der 81-jährigen Frau steht ein Polizeiauto.
Erste Ermittlungen der Polizei zeigen, dass der Enkel der 81-Jährigen mitverantwortlich sein soll.
Die Polizei wurde von Bekannten des Opfers alarmiert.
Ein Ermittler der Spurensicherung trifft am Tatort ein

81-jährige Frau in Aarau umgebracht

Peter Rippstein/Tele M1

Die Meldung erschütterte am Donnerstag die Stadt Aarau: Im Zelgliquartier fand die Stadtpolizei die Leiche einer 81-jährige Frau in ihrer eigenen Wohnung.

Nun sind weitere Erkenntnisse zur Tat bekannt: Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass das Opfer durch «spitze Gewalt», sprich durch einen spitzen oder scharfkantigen Gegenstand getötet wurde. Das Ergebnis der beim Institut für Rechtsmedizin (IRM) in Auftrag gegebenen Obduktion des Opfers ist jedoch noch ausstehend.

Enkel befragt

Im Rahmen der ersten Abklärungen wurde der Enkel der Frau noch in der Nacht festgenommen. In welchem Zusammenhang er mit der Tat steht, ist allerdings weiter unklar.

Der 27-jährige Schweizer konnte zwar am Nachmittag zum ersten Mal befragt werden, ein Geständnis liegt aber auch nach dieser ersten Einvernahme nicht vor.

Laut einer Medienmitteilung der Staatsanwaltschaft, wird die Kantonspolizei zusammen mit der Staatsanwaltschaft das bis anhin gesicherte Beweismaterial auswerten und weitere Einvernahmen durchführen.

Antrag auf Untersuchungshaft

Gestützt auf die bis anhin gesicherten Beweise beantragt die Staatsanwaltschaft beim Zwangsmassnahmengericht drei Monate Untersuchungshaft für den Mann. Geltend gemacht werden laut der Medienmitteilung insbesondere die Haftgründe der Verdunkelungs- wie auch der Ausführungsgefahr.

Die Umstände und Hintergründe der Tat sind nach wie vor nicht vollständig geklärt und deshalb Gegenstand von laufenden Untersuchungen. Die Staatsanwaltschaft werde laut der Medienmitteilung zum gegebenen Zeitpunkt über den Stand und den weiteren Verlauf der Untersuchung informieren.

Nachbarn beschrieben den Enkel der getöteten Frau als Aussenseiter, der oft gemobbt wurde. Später habe er psychische Probleme gehabt und sei in einer psychiatrischen Klinik in Behandlung gewesen. Auch die Staatsanwaltschaft geht aufgrund ersten Erkenntnissen von psychischen Problemen aus.

Verstorbene nicht oft gesehen

Die gestorbene Frau beschrieb eine Anwohnerin als elegante Dame. Sie habe die Nachbarn gegrüsst, wenn sie draussen vor dem Haus ihren vielen Rosen- und Lavendelbüsche gehegt habe. Die meisten Anwohner sagten aber, dass man die 81-Jährige und auch ihren Enkel nur selten draussen gesehen habe.