Aarau

Grosser Rat gibt grünes Licht für Ersatz der Kettenbrücke

Die Neue Aarebrücke ist nun auch seitens des Kantons bewilligt.

Die Neue Aarebrücke ist nun auch seitens des Kantons bewilligt.

Die Brücke Pont Neuf kann gebaut werden. 6 Millionen Mehrkosten gegenüber der günstigsten Variante gaben im Grossen Rat aber viel zu reden.

Nach dem Aarauer Souverän hat jetzt auch der Grosse Rat dem Ersatz der Aarauer Kettenbrücke über die Aare durch den Pont Neuf für 33 Millionen Franken zugestimmt. Und zwar mit 76 zu 45 Stimmen. Der Kostenanteil der Stadt Aarau beträgt 30 Prozent bzw. knapp 10 Millionen Franken. Diesem Entscheid ging aber eine intensive Debatte voran, ob der Kanton wirklich die ästhetische Mehraufwendungen von sechs Millionen Franken für die Brücke mitbezahlen soll.

Martin Keller (Obersiggenthal) beantragte namens der SVP, den Kostenanteil von Aarau auf 39 Prozent zu erhöhen. Aarau solle die 6 Millionen Franken Mehrkosten selbst bezahlen: «Es gibt keinen Anlass, sich am ästhetischen Mehrwert zu beteiligen.» Der Rat bestätigte aber gegen die Stimmen vorab der SVP und mehrerer Freisinniger den 30-Prozent-Kostenteiler.

Nächstes Mal keine Zustimmung mehr

In der Debatte hatte namens der FDP auch Thierry Burkart (Baden) den Mahnfinger erhoben. Man fürchte eine präjudizierende Wirkung dieser Vorlage. Gleichwohl wäre es ein falsches Zeichen, eine vom Aarauer Volk genehmigte Brücke auf Feld 1 zurückzuschicken. Burkart: «Wir halten aber den Finger hoch, ein nächstes Mal würden wir wahrscheinlich nicht zustimmen.»

Andere Fraktionen sagten klar Ja zur Vorlage. Hansjörg Wittwer (Grüne/Aarau) bedauerte aber, dass die Kettenbrücke schon nach 60 Jahren ersetzt werden muss. Für Marco Beng (CVP/Berikon) ist klar: Der Ersatz der Brücke komme längerfristig günstiger als eine Sanierung. Lob für die neue Brücke gab es von Rosmarie Groux (SP/Berikon): «Als Tor in die Kantonshauptstadt soll sie auch etwas darstellen.» Ja sagte namens der EVP Therese Dietiker (Aarau), wiewohl man tatsächlich günstiger bauen könnte. Für Sandra Lehmann (GLP/Wohlen) überzeugt der Pont Neuf städtebaulich und er hilft verkehrlich: «Die Mehrkosten sind hoch. Mit Blick auf die lange Lebensdauer können sie aber akzeptiert werden.»

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