Aarau
Grosser Ansturm an «Sackgeldbörse»

Der Jugendtreff Be@box lancierte zum 5. Mal das Projekt «Sackgeldbörse». Mit Erfolg: Es haben sich mehr Jugendliche gemeldet, als Jobs zur Verfügung standen.

Solange Reimann
Drucken
Teilen
Zwei Jugendliche zeigen in einem Haushalt in Rombach ihren Arbeitswillen beim Rasenmähen. sr

Zwei Jugendliche zeigen in einem Haushalt in Rombach ihren Arbeitswillen beim Rasenmähen. sr

Im Frühling zeigt sich die Natur erneut in ihrer ganzen Frische, die Pflanzen erblühen in den prächtigsten Farben. Viele Leute möchten diese Frische der warmen Jahreszeit wohl auch in ihrem Haus versprühen – beim jährlich anstehenden Frühjahrsputz. Nicht selten sind ein paar helfende Hände bei den Arbeiten sehr willkommen.

Der Jugendtreff Be@box hat in den jetzigen Frühlingsferien zum fünften Mal das Projekt «Sackgeldbörse» umgesetzt – zum ersten Mal zusammen mit den Jugendstellen angrenzender Gemeinden.

Jugendliche zeigten Arbeitswille

Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren konnten sich an den Wochentagen im Wenk an der Rohrerstrasse 6 in Aarau melden, um einen Job zugeteilt zu bekommen und so ihr Taschengeld aufzubessern. «Bedauerlicherweise haben sich mehr Jugendliche gemeldet, als Jobs von Privathaushalten zur Verfügung standen», sagt die Jugendarbeiterin Annina Friz. «Viele mussten auf den nächsten Tag vertröstet werden.»

Die Jugendlichen zeigten Arbeitswille: Mindestens fünfzig Jugendliche standen täglich Schlange vor dem Eingang des Wenk. «Gerade Jugendliche, die nicht die Möglichkeit haben, ihre Ferien andernorts zu verbringen, sind froh um solche Aktionen», sagt Friz.

Arbeit in Privathaushalten

Privatpersonen konnten sich spontan über die Homepage www.sackgeldbörse.ch oder direkt bei der Jugendarbeiterin Annina Friz melden, hatten sie einen Job zu vergeben. Dieser konnte einen halben Tag oder mehrere Tage andauern.

Die Jugendlichen bekamen bei Annahme eines Jobs ein Formular mit persönlichen Angaben sowie einer Telefonnummer für Notfälle. Dieses nahmen sie zum jeweiligen Arbeitgeber mit und brachten es nach erledigter Arbeit zur Kontrolle zurück in den Jugendtreff. Das Taschengeld konnte der Arbeitgeber selber festlegen – der Richtwert lag bei zehn Franken.

Rückblickend auf den grossen Ansturm von Jugendlichen werde das Projekt voraussichtlich auch in den nächsten Frühlingsferien stattfinden, so Friz.