Aarau
Greenpeace-Leute setzen Kanukraft gegen Kernkraft ein

In acht Tagen mit dem Kanu auf Aare und Rhein an allen fünf Schweizer Atomkraftwerken vorbei: Das ist eine einwöchige Protestaktion einer Greenpeace-Gruppe unter dem Motto «Kanukraft statt Kernkraft».

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Die vier Greenpeace-Leute erreichten gestern in ihren Kanus dieRegion Aarau. Bruno Kissling

Die vier Greenpeace-Leute erreichten gestern in ihren Kanus dieRegion Aarau. Bruno Kissling

Bruno Kissling/OT

Die Kanufahrer sind tagsüber auf dem Wasser unterwegs und übernachten jeweils draussen im Biwak. Am Sonntag waren die vier Atomkraftgegner in ihren zwei Kanus beim bernischen AKW Mühleberg gestartet. Am Dienstag übernachteten sie im Oberaargau beim Gelände des einstigen AKW-Projekts Graben, das Anfang der 1990er-Jahre aufgrund des grossen politischen Widerstands von den Bernischen Kraftwerken (BKW) aufgegeben wurde.

Vorgestern Mittwoch durchquerten sie am späteren Nachmittag Olten und erreichten auf dem Kanal des Wasserkraftwerks die Ruine Gösgen, wo sie in Sichtweite des AKW-Kühlturms landeten und ihr Biwak aufschlugen. Am Ufer kochten sie Suppe: «Das symbolisiert, dass wir Jungen die atomare Suppe auslöffeln müssen, die uns die Generation der Eltern und Grosseltern eingebrockt hat», meinte ein Teilnehmer. Gestern Donnerstag ging es weiter durch den Aargau an den Kernkraftanlagen Beznau und Leibstadt vorbei, bis die Kanus am Sonntag die Basler Schifflände erreichen und dort das Greenpeace-Schiff Beluga treffen. (ot/cva)

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