Gränichen
Gränicher Asylunterkunft: Departement von Hochuli kontert Liebegg-Vorwürfe

Die Schulkommission Liebegg und die Mitarbeitenden würden vom Aargauer Regierungsrat nicht informiert werden, was betreffend Asylunterkunft Liebegg in Gränichen geplant sei. Jetzt weist das Hochuli-Departement die Vorwürfe vehement zurück.

Drucken
Teilen
Hier, in der landwirtschaftlichen Schule Liebegg, will der Kanton 60 Asylsuchende unterbringen.

Hier, in der landwirtschaftlichen Schule Liebegg, will der Kanton 60 Asylsuchende unterbringen.

Annika Bütschi

Das Departement Gesundheit und Soziales (DGS) weist den Vorwurf des Präsidenten der Schulkommission Liebegg, Hansjörg Erne, man stosse bei den zuständigen Behörden «auf eine Mauer des Schweigens» in einer Stellungnahme dezidiert zurück.

«Wer das Departement Gesundheit und Soziales DGS etwas fragt, bekommt auch eine Antwort», sagt Balz Bruder, Leiter Kommunikation im federführenden Departement.

«Fragen, um Antwort zu erhalten»

Die az hat am Mittwoch unter dem Titel «Liebegg kritisiert Information des Departements Hochuli» über das weitere Vorgehen des Regierungsrats im Umgang mit der geplanten temporären Asylunterkunft im militärischen Teil des Kommandopostens Liebegg in Gränichen berichtet.

Der Präsident der Schulkommission warf in diesem Artikel dem DGS vor, das Landwirtschaftliche Bildungszentrum Liebegg erfahre von Journalisten, was in Sachen Asylunterkunft in der Liebegg geplant sei.

Dass man fragen müsse, um eine Antwort zu bekommen, sei auch im Dossier Liebegg so, wo eine Vielzahl von unterschiedlichen Interessengruppen mit verschiedenen Anliegen an das DGS herangetreten sei, der Fall, erklärt Balz Bruder.

Zudem habe just die Einsetzung einer Begleitgruppe und eines Konsultativgremiums unter der Leitung von Regierungsrätin und Departementsvorsteherin Susanne Hochuli unter anderem den Zweck, den Informationsfluss sicherzustellen und die betroffenen Kreise wie bisher zeit- und sachgerecht einzubeziehen.

«Dies betrifft auch die Einreichung des Baugesuchs, das Massnahmen zur Trennung von Schulbetrieb und Asylunterkunft zum Inhalt haben wird», sagt Bruder, «das DGS wird alle wichtigen Stakeholder einbeziehen.»

Rücksicht auf Schulinteressen

Sollte die Schulkommission bzw. deren Präsident im Übrigen nicht rechtzeitig über die Einsetzung von Begleitgruppe und Konsultativgremium informiert worden sein, bedaure dies das DGS. «Es ist uns ein Anliegen, dass insbesondere die Schulinteressen in hohem Mass berücksichtigt werden können», betont Bruder. (az)

Aktuelle Nachrichten