Gränichen
Gränichen stellt sich gegen die geplante Asylunterkunft Liebegg

Der Kanton will in Gränichen 60 Asylsuchende unterbringen. Nun wehrt sich die Gemeinde gegen die vom Kanton geplante Asylunterkunft im Dorf. Man befürchtet Probleme «verschiedener Art».

Drucken
Teilen
Asylbewerber schaut fern in einer Asylunterkunft (Archiv)

Asylbewerber schaut fern in einer Asylunterkunft (Archiv)

Keystone

Das war nicht anders zu erwarten: Der Gemeinderat Gränichen stellt sich gegen das geplante Vorhaben des Kantons, im Kommandoposten Liebegg 60 Asylsuchende unterzubringen – und schreibt in einer Medienmittteilung harsche Worte:

«Der Gemeinderat wird alle ihm zur Verfügung stehenden rechtlichen Mittel ausschöpfen, um das Vorhaben zu verhindern.»

Die Gemeinde befürchte Probleme «verschiedener Art». «Einerseits wird der Schulbetrieb des Landwirtschaftlichen Zentrums Liebegg direkt davon betroffen sein und andererseits wird diese Ballung von asylsuchenden Männern auch das Dorfleben im Dorf zum Daheimsein nicht nur im positiven Sinne tangieren. Negative Beispiele aus anderen Gemeinden sind bekannt», so die Gemeinde weiter.

Der Kanton Aargau informierte gestern, dass man beim Kommandoposten Liebegg temporär rund 60 Asylsuchende unterbringen will. Ein entsprechendes Baugesuch zur Umnutzung der militärischen Unterkunft will der Kanton noch im März bei der Gemeinde einreichen (wir berichteten). (sha)

Aktuelle Nachrichten