Gränichen
Die letzte kleine Hürde für die Erweiterung der Kiesgrube steht an

An der Gemeindeversammlung vom 11. Juni wird eine Teiländerung des Kulturlandplans beantragt. Dazu soll im Gemeinderat das Ressort Bildung jährlich 2000 Franken mehr Lohn erhalten – wegen der Abschaffung der Schulpflegen ab nächstem Jahr.

Daniel Vizentini
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Für die Erweiterung der Kiesgrube müssen die Einwohner noch eine Kulturlandplanänderung genehmigen.

Für die Erweiterung der Kiesgrube müssen die Einwohner noch eine Kulturlandplanänderung genehmigen.

Michael Küng (28.10.2020)

Ortsbürger und Kanton haben schon zugestimmt, für die Fortsetzung des Kiesabbaus in Gränichen braucht es aber noch eine Teiländerung des kommunalen Kulturlandplans. Darüber stimmt die Einwohnergemeindeversammlung am 11. Juni ab. Grössere Diskussionen werden nicht erwartet, zumal keine Einsprachen bei der Gemeinde eingingen, als das Projekt letztes Jahr öffentlich auflag.

Ein weiteres Traktandum betrifft die Gemeinderatslöhne: Diese sollen an sich nicht geändert werden, aber fürs Ressort Bildung – heute geführt von Gemeinderätin Regina Heller – plant der Gemeinderat eine Zulage von 2000 Franken im Jahr, so wie sie bereits das Ressort Bau kennt. Beim Ressort Bau deckt das Geld den grösseren Arbeitsaufwand für die Behandlung der Baugesuche. Beim Ressort Bildung aber ist es für den Zusatzaufwand gedacht, der durch die Abschaffung der Schulpflegen ab 2022 entstehen wird.

Wie gross die Zusatzarbeit tatsächlich sein wird, könne man noch nicht abschätzen. Der Gemeinderat behält es sich deshalb vor, die Höhe der Zulage später nochmals zu überprüfen.

In Gränichen verdient Gemeindeammann Peter Stirnemann 62'000 Franken, Vizeammann Hans Peter Lüem 31'000 Franken und die übrigen Gemeinderäte 26'000 im Jahr.

Seminarraum im Werkhof soll vermietet werden können

Entscheiden werden die Stimmbürger an der Gmeind noch über drei Kreditabrechnungen, wobei nur diejenige zum neuen Werkhof Moortal leicht auffällt: Der Bau kostete rund 324'000 Franken oder knapp drei Prozent mehr als geplant. Schlechter Baugrund und Altlasten, die erst beim Abbruch erkannt wurden und entsorgt werden mussten, verteuerten den 11-Millionen-Franken-Bau.

Im neuen Werkhof gibt es auch einen grossen Seminarraum für 250 Personen samt Küche. Für die Vermietung des Raums an Gränicher Organisationen oder Vereine – Privatpersonen sind ausgeschlossen – braucht es aber ein Reglement, das von der Gemeindeversammlung genehmigt werden muss.

Ortsbürger wollen Land neben Werkhof verkaufen

Zwischen dem neuen Werkhof und der Frischbeton Gränichen AG (Firma Huser) liegt noch eine unbebaute Landparzelle der Ortsbürger mit einer Fläche von 3‘201 m2 inklusive Zufahrtsstrasse. Im August hat die Firma Rädisch Hoftechnik AG ihr Interesse angemeldet zum Kauf von 925 m2 der Parzelle. Der jetzige Standort der Firma an der Bläienstrasse 19 sei zu eng und eine Erweiterung nicht möglich, da es ausserhalb der Bauzone liegt.

Abgemacht wurde ein Preis von 360 Franken pro m2 (analog zum Kauf durch die Ortsbürger vom benachbarten Land der Firma Dreier), total 333'000 Franken. Zur Verhinderung von Spekulation wurde festgelegt, dass bis zu zwei Jahren nach dem Ortsbürgergemeindeentscheid gebaut werden muss. Das unbebaute Grundstück darf nicht weiterverkauft werden.

Die Ortsbürger werden an ihrer Versammlung vom 14. Juni darüber abstimmen.