Es gab eine Zeit, da sorgte die Kreisschule Entfelden hauptsächlich für negative Schlagzeilen. Verantwortlich dafür waren etwa atmosphärische Turbulenzen zwischen Kreisschulpflege und Kreisschulrat, der Vertrauensverlust vieler Eltern in Schulleitung und Schulpflege, eine rote Ampel im Führungsbereich der Schule sowie die Trennung vom Gesamtschulleiter im Sommer 2015. Und die Verbandsgemeinden liessen wiederholt durchblicken, die Schule koste sehr viel Geld.

Diese Zeiten sind vorbei. In der Kreisschule Entfelden ist in allen Bereichen Ruhe eingekehrt. Nach wie vor braucht die Schule natürlich viel Geld, auch für Instandstellungsarbeiten. Der Souverän hat im März einen entsprechenden Kredit von 2 Mio. Franken für die nötigsten Massnahmen deutlich gutgeheissen. Die Exekutiven der beiden Verbandsgemeinden haben zwar die Abschaffung des Kreisschulrats – und damit die faktische Erlangung der Finanzkompetenz über die Schule – nicht durchsetzen können. Immerhin vermochten sie aber ihren Einfluss im Rat zu steigern: Ihre Vertretung im Parlament ist dank einer Änderung der Satzungen von zwei auf vier Mitglieder angewachsen – bei gleichzeitiger Verkleinerung des Rats.

Wieder ein Gesamtschulleiter

Und derzeit jagen sich die positiven Meldungen: Eben wurde bekannt, dass im Sommer, drei Jahre nach der Trennung von Tobias Pflugshaupt-Trösch, mit Darius Scheuzger wieder ein Gesamtschulleiter in Entfelden die Arbeit aufnehmen wird – der letzte Akt einer Normalisierung der Verhältnisse. Und nun liegt, zusammen mit den übrigen Traktanden für die Kreisschulratssitzung vom 16. Mai, die Rechnung 2017 vor – eine Rechnung, die mit einem erfreulichen Gesamtminderaufwand von nahezu einer halben Million Franken abschliesst.

Die Rechnung 2017 der Kreisschule Entfelden weist ohne Besoldungsanteile einen Nettoaufwand von 5'104'397 Franken aus. Budgetiert gewesen war ein Nettoaufwand von 5'546'260 Franken. Die Rechnung schliesst demzufolge mit einem Minderaufwand von 441'863 Franken ab – fast 8 Prozent unter Budget. Bei den Besoldungsanteilen (effektiv: 5'252'948 Franken; Budget: 5'309'501 Franken) resultiert ein Minderaufwand von 56'553 Franken (gut 1 Prozent). So ergibt sich ein Gesamtminderaufwand von 498'415 Franken (fast 5 Prozent).

Die Gesamtnettokosten inklusive Besoldungsanteile betrugen 10'357'346 Franken. Budgetiert gewesen waren 10'855'761 Franken. Der Nettoaufwand liegt damit unwesentlich über dem Vorjahreswert (10'348'174 Franken), aber deutlich unter dem Aufwand von 2015 (10'936'316 Franken) und jenem von 2014 (11'714'419 Franken).

In allen Funktionen (Kindergarten, Primarstufe, Oberstufe, Musikschule, Schulliegenschaften, Schulleitung und Schulverwaltung, Volksschule übriges, Schulgesundheitsdienst) konnte das Budget unterschritten werden. Einfach ausgedrückt: Es gelang an allen Fronten, zu sparen.

Nicht budgetierte Einnahmen

Dem Kommentar zur Rechnung lässt sich entnehmen, dass der Nettominderaufwand der Verbandsgemeinden auch nicht budgetierte Einnahmen in der Höhe von 110'300 Franken beinhaltet. Darin enthalten sind kantonale Impulskredite für den Besuch von Veranstaltungen, Schulgelder und Besoldungsanteile im Zusammenhang mit der Beschulung externer Schülerinnen und Schüler, Krankentaggelder, Versicherungsleistungen, Rückerstattungen für bauliche Präventionsmassnahmen zur Schadensminimierung durch die Aargauische Gebäudeversicherung sowie Fördergelder des Kantons für eine Gebäudehüllensanierung (Isegüetli). Ein deutlicher Minderaufwand von nahezu 45'000 Franken war bei den Löhnen der Instrumentallehrerinnen und -lehrer zu verzeichnen. Die Besoldungsanteile zugunsten des Kantons blieben bei der Primarschule deutlich unter dem Budget (195'396 Franken), bei der Oberstufe und beim Kindergarten wurde das Budget um 39'685 respektive 108'274 Franken überschritten.

Besser als Vorjahresrechnung

Schon 2016 hatte die Rechnung der Kreisschule mit einem Gesamtminderaufwand abgeschlossen. Damals betrug er 369'152 Franken (knapp 3,5 Prozent). Allerdings entfielen damals 180 164 Franken auf den Minderaufwand bei den Besoldungsanteilen, die je nach effektiver Stellensituation erheblichen Schwankungen unterliegen können. In der gleichen Grössenordnung (188'987 Franken) bewegte sich 2016 der Minderaufwand ohne Besoldungsanteile. Das bedeutet: Die Rechnung 2017 ist nicht nur um insgesamt fast 130'000 Franken besser ausgefallen als jene von 2016, sondern sie zeugt, vereinfacht ausgedrückt, auch von einem grösseren Spareffekt in den selber beeinflussbaren Bereichen: Der Minderaufwand ohne Besoldungsanteile lag 2017 um rund 253'000 Franken über jenem des Vorjahres.