Die Küttiger kamen von der Gemeindeversammlung gestern wohl etwas später nach Hause als geplant. Dabei waren Traktanden 1 bis 8 innert einer Stunde erledigt. Die Stimmbürger – anwesend waren 234 von 4183 Stimmberechtigten – genehmigten die neuen Satzungen des Planungsverbandes Region Aarau, der künftig «aarau regio» heissen soll. Das neue Musikschulreglement für die Musikschule Küttigen-Biberstein wurde ebenfalls bewilligt. Es friert die Elternbeiträge ein. Bisher stiegen sie analog der Lohnkosten für die Lehrer, weil ein Deckungsgrad vorgegeben war. Für die meisten Eltern heisst das, dass sie ab nächstem Schuljahr etwas weniger zahlen müssen.

Genehmigt wurde auch ein Verpflichtungskredit über 652 000 Franken für die Hochwasserentlastung beim Tannenbächli. Damit soll verhindert werden, dass bei plötzlichen heftigen Regenfällen stark verschmutztes Wasser in die Aare gelangt. Die Stimmbürger bewilligten auch die Rechnung 2015. Sie weist ein Plus von 3,86 Mio. Franken aus.

Zwei Stunden diskutiert wurde dann bei Traktandum 9, Umfrage und Verschiedenes. Der Gemeinderat stellte die Resultate der Bevölkerungsbefragung vor. Die Quintessenz: Den Küttigern gefällt es sehr gut im Dorf und sie wollen mehrheitlich eigenständig bleiben. Das hatte den Gemeinderat letztlich auch bewogen aus dem «Zukunftsraum Aarau» auszusteigen. Vom Antrag der SP-Ortspartei, der Gemeinderat möge diesen Entschluss vor die Wintergmeind bringen und das Volk entscheiden lassen, wollte die Mehrheit der Stimmbürger nichts wissen – das Begehren wurde mit 34 Ja zu 187 Nein abgelehnt. (NRO)