Jungtalente
Gleich zweimal Gold: Aargauer Schüler brillieren an Informatik-OIympiade

Zwei Jugendliche aus dem Aargau holen sich beim Final der Schweizer Informatik-Olympiade eine Goldmedaille. Im Juli reisen sie an die Internationale Informatik-Olympiade in die Hauptstadt des Irans.

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 Diese vier gewannen an der Schweizer Informatik-Olympiade Gold
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Die Finalisten der Schweizer Informatik-Olympiade
 Jan Schär aus Schönenwerd (SO)
 Ian Boschung aus Düdingen (FR)
 Fabian Haller aus Aarau Rohr (AG) (Neue Kantonsschule Aarau)
 Nicolas Camenisch aus Oberwil-Lieli (AG) (Kantonsschule Wettingen)
 Silber für diese vier Schüler
 Florian Gatignon aus Vernier (GE)
 Robin Hänni aus Herrenschwanden (BE)
 Bibin Muttappillil aus Allschwil (BL)
 Ari Jordan aus Steffisburg (BE)
 Sie gewannen Bronze
 Elias Boschung aus Düdingen (FR)
 Martin Chikov aus Genf (GE)
 Nicola Uetz aus Kesswil (TG)
 Jonas Maier aus Flums (SG)
 Johannes Kapfhammer, ETH-Informatikstudent und Präsident der Schweizer Informatik-Olympiade

Diese vier gewannen an der Schweizer Informatik-Olympiade Gold

zvg

Die letzten zwei Wochenenden hatten es für die Finalisten der Schweizer Informatik-Olympiade in sich: Vom 21. bis 22. und 28. bis 29. April programmierten 12 Informatikjungtalente aus der ganzen Schweiz um die Wette. Die besten vier wurden an er Universität Bern ausgezeichnet. Darunter befinden sich auch zwei Aargauer, wie der Verband Schweizer Wissenschafts-Olympiaden bekannt gibt: Fabian Haller aus Aarau Rohr und Nicolas Camenisch aus Oberwil-Lieli. "Die Medaille ist eine kleine Überraschung für mich, ich freue mich sehr", meint Fabian Haller, Kantischüler in Wettingen, zu seinem Erfolg. "Es macht Spass, Informatik zu machen, bei der es nicht um Word, Excel und Powerpoint geht, sondern um das Programmieren an sich."

Gegen 83 Mitstreiter durchgesetzt

Mit ihrem Sieg haben sich die Beiden gleichzeitig auch für die Teilnahme an der Internationalen Informatik-Olympiade im Iran qualifiziert. Diese findet dieses Jahr in Teheran statt.

Bereits im März und November hatten sich die 12 Finalisten gegen 83 Mitstreiter durchgesetzt. In der Finalrunde lösten sie 16 anspruchsvolle Programmieraufgaben bei der Credit Suisse in Zürich und an der Universität Bern. So mussten sie unter anderem einen Algorithmus entwickeln, der die Tankkosten eines Autos auf einer Autobahnstrecke möglichst tief hält. Die Prüfungsaufgaben forderten die Jugendlichen heraus, wie Johannes Kapfhammer, ETH-Informatikstudent und Präsident der Schweizer Informatik-Olympiade, sagt: "Unser Hauptziel ist, die Jugendlichen zu möglichst kreativen Lösungsansätzen zu führen. Reines Wissen haben wir in den vorherigen Runden abgefragt, jetzt geht es hauptsächlich darum, Wissen und Kreativität zu kombinieren." Er führt aus: "Zunächst muss man sich die optimale Strategie überlegen und diese beim Programmieren dann auch gut umsetzen."

Informatik-Olympiade mit Tradition

Die Schweizer Informatik-Olympiade fand bereits zum 27. Mal statt. Durchgeführt wurden insgesamt drei Runden: In der ersten mussten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit theoretischen und praktischen Informatikproblemen auseinandersetzen. Diese erste Hürde schafften dieses Jahr 83 Jugendliche. Dabei wurden bei den praktischen Aufgaben die Korrektheit der Resultate für die Eingabedaten und die Effizienz des Programms bewertet. Sie diente als Qualifikation für das Trainingscamp in Davos und für die zweite Runde. Bei dieser wurden bei einem praktischen Online-Contest und einer theoretischen Prüfung die besten 12 selektioniert, die bei der Finalrunde bei vier Programmier-Prüfungen gegeneinander antraten. (chl)