Oberentfelden
Gift-Attacken auf Hunde: Geht im Quartier ein Tierhasser um?

In einem Quartier in Oberentfelden sind mehrere Hunde Opfer von Gift-Attacken geworden. Die Hundehalterinnen haben einen schlimmen Verdacht: Beim Täter soll es sich um einen Mann aus dem Quartier halten, der Vergiftungen angedroht habe.

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Fazilet Karavelioglu aus Oberentfelden trauert um ihren Chihuahua Bonschugg: Er ist vor einem Monat vergiftet worden und starb im Tierspital in Bern, wie Tele M1 berichtet. «Das ist schlimm, sehr schlimm», sagt sie dem Regionalsender mit Tränen in den Augen.

Fazilet Karavelioglu ist nicht die einzige Hundehalterin in ihrem Quartier in Oberentfelden, deren Hund vergiftet worden ist. Auch zwei ihrer Freundinnen ist dies widerfahren. Ein Königspudel Sirius von Ursula Möckli sei sogar schon zum zweiten Mal Opfer einer Gift-Attacke geworden. Danach habe er Schaum im Maul gehabt und sei zusammengebrochen. «Das ist eine Sauerei», sagt sie.

Die Frauen haben einen Verdacht, wer der Tierhasser sein könnte. Es handle sich um einen Mann aus dem Quartier, der schon mehrmals gedroht habe, Hunde zu vergiften. Im Quartier werden zurzeit auch drei Katzen vermisst.

Der Tierarzt von Ursula Möckli, Hugo Immos aus Unterkulm, geht davon aus, dass bei den Fällen am Buchenweg in Oberentfelden wirklich Gift im Spiel ist. «Auffällig ist, dass es im gleichen Quartier gleich drei Hunde hat mit den gleichen Symptomen und dass bei der Laboranalyse die Leberfermente erhöht gewesen sind.» Das könne auf eine Vergiftung hinweisen.

Ursula Möckli und ihre Freundinnen haben nun Anzeige erstattet.