Mitte März machten die Funktionäre des FC Rohr ihrem Ärger über die Stadt Aarau Luft. Der Grund: Die Wintersperre für die Sportanlage Winkel – das Trainingsgelände des FC Rohr – war verlängert worden. Wegen der schlechten Witterung beziehungsweise des Bodenfrosts, hiess es vonseiten der Stadt. Beim FC Rohr vermutete man hingegen einen Zusammenhang mit Grabarbeiten, die nötig waren, um Leitungen für einen Rasenmähroboter zu installieren. Jedenfalls, so hiess es im März aus dem Verein, starte man nun mit einem Wettbewerbsnachteil in die neue Saison, weil kaum draussen trainiert werden konnte. Der Hauptplatz konnte erst Anfang April genutzt werden.

Dieser Umstand hat auch die Politik auf den Plan gerufen. Namens der SVP-Fraktion reichte Einwohnerrats-Vizepräsident Thomas Richner eine entsprechende Anfrage ein. Nun liegt die Antwort des Stadtrats vor. Dieser betont darin – wie schon gegenüber der AZ –, dass «die Wetter- und Vegetationsverhältnisse» verantwortlich gewesen seien für «die verzögerte Öffnung des Hauptplatzes». Interessant sind seine Aussagen zum Mähroboter. Dieser wird seit Mai im Sinne eines Pilotversuchs eingesetzt, «um zu sehen, ob sich die Rasenstruktur verbessert und die Grasschnittrückstände vermieden werden können». Erst, wenn diesbezüglich Erkenntnisse vorlägen, werde «allenfalls ein definitiver Einsatz solcher Mähroboter weiterverfolgt». Die ersten Rückmeldungen der Vereine seien positiv.

Ausserdem geht aus der Beantwortung der Anfrage hervor, dass die Stadt die Investitionen in die Sportinfrastruktur in Rohr einige Jahre vorziehen will. «Der Stadtrat beschloss Ende 2017 aufgrund des hohen Bedürfnisses an Kunstrasenfeldern seitens der städtischen Fussballvereine, die Projektierung der Sanierung Sportanlage Winkel vorzuziehen.»

Die Investitionen – Sanierung und zwei neue Kunstrasenfelder – werden in den Jahren 2019 und 2020 im Budget eingestellt. «Es wird angestrebt, die sanierte Anlage im Sommer 2020 in Betrieb nehmen zu können.» (NRO)