Bis Anfang Dezember hätten die Umweltorganisationen Zeit gehabt, den Entscheid ans Bundesgericht weiterzuziehen. Darauf verzichten sie jetzt, wie Benjamin Leimgruber von Aqua Viva erklärte.

Er betonte aber: «Wir sind mit dem Urteil nicht zufrieden. Es ist ökologisch sehr bedenklich.» Dennoch scheinen die Beschwerdeführer zum Schluss gekommen zu sein, dass die Erfolgsaussichten in Lausanne minim gewesen wären.

Unter anderem, weil das Urteil des Verwaltungsgerichts sehr gut abgestützt war. Anfang November hatte Hans-Kaspar Scherrer erklärt: «Die Aussage, dass wir Fische schnetzeln, konnten wir offenbar überzeugend wiederlegen.»

Gestern sagte der IBAarau-Chef: «Wir freuen uns, wenn wir nun mit dem Projekt nach zwei Jahren Verzug infolge der Einsprache in die nächste Etappe gehen können.»

Die IBAarau will ihr Wasserkraftwerk in zwei Etappen für über 150 Millionen Franken sanieren. Im optimalen Fall kann bereits im Jahr 2019 mit dem Bau begonnen werden. Zuerst muss nun aber der IBAarau-Verwaltungsrat einen wichtigen Grundsatzentscheid fällen: Ist der Neubau im heutigen Umfeld mit extrem tiefen Strompreisen wirtschaftlich überhaupt noch tragbar? (uhg)