Küttigen
Geschächtete Schafe: «Wie die Tiere entsorgt wurden ist sehr ungewöhnlich»

Mitten in einem Waldstück bei Küttigen wurden diese Woche zwei abgetrennte Schafköpfe gefunden. Wer hat das bloss gemacht? Wie die Schafe entsorgt wurden ist selbst für Schafzüchter und Tierärzte ungewöhnlich.

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Geschächtete Schafe in Waldstück bei Küttigen entsorgt.

Geschächtete Schafe in Waldstück bei Küttigen entsorgt.

Tele M1

Der Fall schlug bei Schafzüchtern hohe Wellen: Eine Spaziergängerin entdeckt auf ihrem morgendlichen Lauf Überreste von Schafen - mitten in einem Waldstück bei Küttigen. Sie alarmiert sofort die Polizei (wir berichteten).

Für die ebenfalls aufgebotenen Fachleute des Veterinäramtes wird schnell klar: Die Schafe wurden nicht mit einem Bolzenschuss getötet, sie müssen geschächtet worden sein. Ein Tötungsvorgang, der in der Schweiz verboten ist.

«Die Art und Weise, wie die Tiere in die Natur geworfen wurden ist sehr ungewöhnlich – auch für uns, die sonst auch täglich in den Schlachtbetrieben mit solchen Sachen konfrontiert sind», sagt Tobias Frink, Stellvertretender Kantonstierarzt im Aargau gegenüber Tele M1.

Keine Schafe geklaut

Unter den Schafzüchtern ist man entsetzt über den Fund: «Ich finde nach wie vor, dass ein Tier seine Würde haben soll und anständig geschlachtet werden sollte», sagt ein Egliswiler Schafzüchter.

Woher stammen denn die Tiere? Bis heute ging bei der Polizei kein Hinweis ein, dass irgendwo in der Region Schafe geklaut wurden.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Tiere irgendwo geschächtet und in dem Waldstück in Küttigen entsorgt wurden. Zumindest waren die Tiere in der Schweiz nicht registriert.

«Die Klauen lassen darauf schliessen, dass die Tiere schlecht gehalten wurden und in einem schlechten Zustand waren», so Frink weiter.

Doch wer hat die Tiere getötet? Waren es etwa Muslime, die eines ihrer Tiere geopfert haben?

Tele M1 zeigt die Bilder der geschächteten Schafe der Muslim-Experten Saida Keller-Messahli. Für die Präsidentin einer fortschrittlichen Islam-Kultur lässt nichts auf eine Tat aus Islamkreisen schliessen. Das islamische Opferfest sei erst im Oktober und die Muslime würden nicht derart unmenschlich vorgehen. «Die Innereien werden nicht weggeworfen. Es wird alles verwertet und alles gegessen», so Keller-Messahli.

Die Polizei tappt nach wie vor im Dunkeln und bittet Augenzeugen, die etwas zu diesem Fall gesehen haben könnten, sich zu melden.

Den Tätern droht eine hohe Busse wegen Verstoss gegen das Tier- und Seuchengesetz. (sha)

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