Aarau
Genossenschaft will vier alte Wohnblocks in der Telli abbrechen

In der Aarauer Telli sind etwa 36 neue Wohnungen geplant.

Merken
Drucken
Teilen
Diese Gebäude an der Aurorastrasse werden abgebrochen.

Diese Gebäude an der Aurorastrasse werden abgebrochen.

CH Media

Die Allgemeine Wohnbaugenossenschaft Aarau und Umgebung (ABAU) ist daran, ihre Stammsiedlung in der Telli zu modernisieren. Dort hatte ihr die Stadt Aarau in den späten Vierzigerjahren kostengünstiges Land zur Verfügung gestellt, und die Genossenschaft konnte 1948 und 1950 ihre erste Siedlung realisieren.

Gegründet worden ist die ABAU Genossenschaft im Jahr 1947. Federführend waren dabei die Eisenbahn-Gewerkschafter (Eisenbahnerunion Aarau). Heute besitzt die ABAU 298 Wohnungen, davon 246 in der Stadt Aarau. Wer eine möchte (im Moment sind keine frei), muss anstelle einer Mieter­kaution ein Genossenschaftskapital, je nach Wohnungsgrösse, zwischen 3000 und 6000 Franken hinterlegen. Grössere ­Wohnungen werden an Mehrpersonenhaushalte vergeben und entspre­chen damit dem Genossenschaftsgedanken.

Vor 16 Jahren einen ersten Neubau erstellt

Die Telli-Siedlung der ABAU ist in die Jahre gekommen. Bei der Erneuerung hat die Genossenschaft ein grosses Ziel, wie ihr Präsident Bruno Alberti ­erklärt: «Wir möchten weiterhin ein durchmischtes Quartier haben.» Also nicht nur Neubauten, sondern auch renovierte ­Altbau-Wohnungen. In einer ersten Etappe hat die ABAU im Jahr 2003 am Eversweg 2 ein neues Mehrfamilienhaus ­erstellt.

In einer zweiten Etappe wurden im östlichen Bereich der Siedlung 48 Wohnungen umfassend saniert und somit für die nächsten 25 Jahre ertüchtigt .

Rückbaugesuch liegt bis Mitte Dezember auf

In einer dritten Etappe sollen nun die vier Gebäude westlich des Mühlbergwegs zurückgebaut und durch voraussichtlich zwei Neubauten ersetzt werden. Das entsprechende Rückbau­gesuch liegt noch bis zum 16. Dezember auf. Laut Baugesuchsmappe wird mit Rückbaukosten in der Grössenordnung von 100 000 Franken gerechnet.

In den Neubauten etwa zwölf Wohnungen mehr

Die Planungsarbeiten für das Neubauprojekt sind noch am Laufen. Klar ist, dass es mehr Wohnungen geben soll: Statt der heute 24 etwa 36, welche über zeitgemässe Wohnungsgrössen und gemeinschaftliche Infrastrukturen verfügen. Die Kosten werden im zweistelligen Millionen-Bereich liegen. An der ABAU-Generalversammlung im kommenden Frühling will der Vorstand nähere Angaben machen. Der Baubeginn ist für 2022 geplant.

Warum jetzt schon das Rückbaugesuch? Die jetzigen Mieter erhalten in den kommenden Monaten eine Aufhebungsvereinbarung für ihre Wohnungen auf den Rückbau hin – bis zu diesem Datum werden alle frei werdenden Wohnungen innerhalb der ABAU den Betroffenen als Alternative angeboten.