Region

Gemeindewahlen: Wer tritt nochmals an, wo gibt es neue Gesichter?

In dieser Konstellation kommen die Mitglieder des Planungsverbandes «Aarau Regio» nicht mehr zusammen: Rolf Arber, Beat Rüetschi, Jolanda Urech und Dieter Hauser hören auf. Nur Heinz Lüscher und Urs Affolter wollen weitermachen (v.l.).

In dieser Konstellation kommen die Mitglieder des Planungsverbandes «Aarau Regio» nicht mehr zusammen: Rolf Arber, Beat Rüetschi, Jolanda Urech und Dieter Hauser hören auf. Nur Heinz Lüscher und Urs Affolter wollen weitermachen (v.l.).

In Unterentfelden tritt Ammann Heinz Lüscher nach 30 Jahren nochmals an. Weiter steht fest: Neue Ammänner beziehungsweise Gemeindepräsidenten braucht es in Erlinsbach AG, Küttigen, Biberstein, Auenstein, Suhr, Oberentfelden, Gränichen – und in der Stadt Aarau.

Jetzt endlich ist klar, wie viele Gemeindeammänner der Region für eine weitere Amtsperiode kandidieren wollen: Es sind nur drei. Der wichtigste – gemessen an der Gemeindegrösse – ist Urs Affolter (FDP) aus Buchs. Für ihn wäre es die zweite Amtsperiode. Eine Gegenkandidatur zeichnet sich bislang nicht ab.

Auch Roger Meyer aus Densbüren (parteilos) hat erst eine Ammann-Legislatur hinter sich und stellt sich im Herbst zur Wiederwahl. Hier ist eine Gegenkandidatur wenig wahrscheinlich, im kleinen Densbüren wachsen potenzielle Kandidaten nicht gerade auf den Bäumen.

Seit gestern ist ausserdem klar: Heinz Lüscher (SP) will auch in den nächsten vier Jahren Unterentfelder Gemeindeammann bleiben. Neben Lüscher kandidieren in Unterentfelden auch die Gemeinderäte Kurt Häfliger (Vizeammann), Lilian Däster und Yasmin Dätwyler erneut. Nur Gemeinderat Max O. Schmid beendet Ende 2016 nach zwölf Jahren in der Behörde seine Gemeinderatstätigkeit.

Lüscher wird, sollte er wiedergewählt werden, eindeutig zum politischen Urgestein der Region. Er gehört dem Gemeinderat nämlich bereits seit 1986 an, seit 2006 als Gemeindeammann. Als Sozialdemokrat ist er zwar deutlich in der Minderheit – je zwei seiner Ratskollegen gehören der FDP und der SVP an – wurde aber bei den Wahlen 2013 problemlos im Ammann-Amt bestätigt.

Wo es neue Gesichter gibt

Damit steht fest: Neue Ammänner beziehungsweise Gemeindepräsidenten braucht es in Erlinsbach AG, Küttigen, Biberstein, Auenstein, Suhr, Oberentfelden, Gränichen – und in der Stadt Aarau.

In Erlinsbach steht Gemeinderätin Monika Schenker-Eisenring (CVP) in der Pole-Position für die Nachfolge von Markus Lüthy (SVP), der nach zwölf Jahren als Ammann nicht mehr antritt. Die andern beiden Gemeinderatsmitglieder, die sich wieder der Wahl stellen, wollen nicht Präsident werden. Schenker wäre die erste Frau an der Spitze von Erlinsbach.

Die Einwohner von Küttigen werden vermutlich entweder Gemeinderat Tobias Leuthard (SP) oder Raymond Hunziker (SVP) ins Ammann-Amt wählen, das in den letzten Jahren Dieter Hauser (früher SVP, heute parteilos) inne hatte. Beide haben aber noch nicht kommuniziert, ob sie kandidieren.

Möglich wäre zudem, dass insbesondere die SVP noch einen Topshot aus dem Hut zaubert, der aus dem Stand in den Gemeinderat und gleich auf den Ammann-Sitz gewählt werden könnte. Der Name «Wehrli» drängt sich hier auf.

Klare Sache in Biberstein?

Weniger spannend dürfte es in Biberstein werden. Da interessiert sich einzig Gemeinderat Willy Wenger für das Ammann-Amt und damit die Nachfolge von Peter Frei. Der Wirtschaftsprüfer und ehemalige Niederlassungsleiter der PricewaterhouseCoopers in Aarau sitzt seit 2015 im Bibersteiner Gemeinderat und hat sehr gute Chancen auf eine Wahl zum Ammann, zumal die anderen verbleibenden Gemeinderäte keine Ambitionen hegen.

In Auenstein ist Gemeindeammann Reto Krättli kürzlich aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Die Ersatzwahl findet im Mai statt. Die verbliebenen vier Gemeinderäte und das zu wählende Mitglied können danach entscheiden, wer zur Ammann-Wahl im Herbst antritt.

Spannung in Suhr

Nach wie vor unklar ist, ob Suhrs Vizeammann Marco Genoni (Zukunft Suhr) in die Fussstapfen von Beat Rüetschi (FDP) treten will, der sich nach bald 20 Jahren aus dem Ammann-Amt verabschiedet. Genoni ist seit 2011 Vizepräsident und gilt trotz mitte-links-ausgerichtetem Verein im Rücken auch in bürgerlichen Kreisen als wählbar.

Tatsächlich hat er bei den Gesamterneuerungswahlen 2013 das beste Resultat aller Suhrer Gemeinderäte gemacht. Die FDP ist zwar noch auf Kandidatensuche, hat bisher aber niemanden portiert, um Rüetschis Sitz und das Präsidium zu halten.

Keine Lust auf Kampfwahl

In Oberentfelden bekundet Vizeammann Markus Bircher (FDP) Interesse am Ammannamt. Würde Markus Werder (SVP) noch einmal antreten, käme es zu einer Kampfwahl. Darauf hat der jetzige Ammann jedoch keine Lust und gibt deshalb nach vier Jahren das Gemeindesteuerrad wieder aus der Hand.

Aus Gränichen sind bisher noch keine verlässlichen Signale zu vernehmen. Klar ist, dass der parteilose Rolf Arber aus Altersgründen zurücktritt. Die SP, die aktuell nicht im Gemeinderat vertreten ist, hat ihren Präsidenten André Mumenthaler als Gemeinderatskandidaten nominiert. Aufs Präsidium schielt die SP offenbar aber nicht. Die Generalversammlung der FDP Gränichen findet morgen Donnerstag statt, jene der SVP eine Woche später.

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